Es gratulieren

Energieeffizienz von Kälteanlagen

Der Arbeitskreis „Energieeffizienz von Kälteanlagen“ des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) stellte am 15. Dezember 2009 im Sheraton Congress Hotel Frankfurt seine Kriterien und Ergebnisse zum VDMA-Einheitsblatt 24 247 einem interessierten Fachpublikum vor. Die einzelnen Arbeitsgruppen präsentierten den 200 Teilnehmern dabei ihre Resultate. Ergänzt wurde die Veranstaltung um Übersichtsvorträge zur Attraktivität von Auslandsmärkten für den Maschinenbau und zum deutschen Markt für Kältetechnik samt Tendenzen und Volumina.

Trotz frostiger Temperaturen und dem nahen Weihnachtsfest lockte die VDMA-Informationsveranstaltung am 15. Dezember 2009 200 Teilnehmer ins Sheraton Congress Hotel nach Frankfurt am Main. Unter dem Motto „Energieeffizienz von Kälteanlagen“ informierte der Arbeitskreis des VDMA (www.vdma.org) das Fachpublikum aus Wirtschaft und Politik über das VDMA-Einheitsblatt 24 247. Der Arbeitskreis, dem Hersteller, Betreiber, Institute und Verbände sowie der Forschungsrat Kältetechnik, die Fachgruppe Kühlmöbel, VDKF und VDKL angehören, präsentiert mit diesem Einheitsblatt eine Richtschnur für die Branche. Inhalt des Einheitsblattes sind u. a. Mindestanforderungen, Auslegungskriterien und energetische Bewertungen der einzelnen Anwenderbranchen, um eine Energieeffizienzsteigerung von Kälteanlagen zu realisieren. Der Forschungsrat Kältetechnik hält ein Energieeinsprungspotential von bis zu 40 % (ca. 32 000 GWh/a) bei der Kälte- und Klimatechnik für möglich.


Einsparpotentialen auf der Spur | Der Sprecher des Arbeitskreises, Holger König (Jäggi/Güntner), stellte bei seiner Einführung in die Thematik dann auch das „Rezept“ vor, wie dieses Potential erschlossen werden kann. Entscheidend sei, Mindestanforderungen für das Anlagenkonzept, Komponenten sowie die Regelung festzulegen. Auch der Betrieb und die Wartung der Anlage sollten auf diese Weise reglementiert werden.
Um aber die Einsparpotentiale in einer Gesamtanlage an den Einzelkomponenten aufzuspüren, bedürfe es einer Bewertungssystematik – diese erarbeitete der Unterarbeitskreis 1 um Dr. Dieter Mosemann (GEA Grasso), der auch die Ergebnisse vorstellte. Mit Hilfe von Effizienzkennzahlen werden dabei die einzelnen Komponenten einer Kälteanlage bewertet. Anschließend zeige die Relation zwischen den einzelnen Kennzahlen, wo die größten Einsparpotentiale liegen. Die Methode sei dabei genauso für Bestandsanlagen als auch für die Anlagenplanung geeignet.


Weitere Ergebnisse | Auch die weiteren Unterarbeitskreise stellten ihre Ergebnisse vor. So präsentierte Bernd Heinbokel (Carrier Kältetechnik), wie es mehr Transparenz bei Nutzen und Kosten im Bereich von energieeffizienten Supermarktkälteanlagen geben könne. Michael Elsen (Th. Witt Kältemachinenfabrik) zeigte auf, wie industrielle Kälteanlagen hinsichtlich der Energieeffizienz bewertet werden könnten. Zum Thema „Optimale Energieeffizienz für Kühlhäuser“ stellte Michael Weilhart die Resultate seines Unterarbeitskreises vor. Beim U-AK5 vertrat Rainer Brinkmann (Johnsons Controls) den erkrankten Dr. Joachim Maul (Rittal) und präsentierte die Ergebnisse zum Thema „Energieeffiziente Anwendung von Klimakälte. Prof. Dr. Martin Becker zeigte den Teilnehmern anschließend Potentiale bei der Energieeffizienz durch intelligente Regelung und optimierte Betriebsführung auf. Zum Abschluss referierte Markus Kielnhofer (Güntner) zu den Ergebnissen des U-AK 8 unter dem Titel „Energieeffizienz durch die richtige Auswahl von Wärmetauschern. 

Nach dieser Vorstellung muss das VDMA-Einheitsblatt 24 247 noch einige Termine für den Feinschliff absolvieren, bevor es voraussichtlich im September 2010 offiziell veröffentlicht wird.

Sascha Brakmüller,

KKA-Redaktion,

Gütersloh

Der Branchenbericht "Deutscher Markt für Kältetechnik 2009 – Bestand an Kältesystemen in Deutschland nach Einsatzgebieten, Marktvolumen für kältetechnische Anwendungen" kann gegen eine Schutzgebühr von 100 € (zzgl. 5 € Versandkosten) bei Gaby Heinrich (gaby.heinrich@fkt.com) bezogen werden.

VDMA 24247 wird zunächst aus den folgenden Teilen bestehen:


Teil 1: Klimaschutzbeitrag von Kälte- und Klimaanlagen - Verbesserung der Energieeffizienz - Verminderung von treibhausrelevanten Emissionen. Teil 2: Mindestanforderungen an das Anlagenkonzept und die Komponenten; Regelung und Energiemanagement; Anlagenkomponenten
Teil 3: Leitfaden für eine Verbesserung der Energieeffizienz in Kühlhäusern (zur Veröffentlichung eingereicht)
Teil 4: Supermarktkälte
Teil 5: Industriekälte
Teil 6: Klimakälte

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