Stimme in Europa
Die Europäische Union (EU) hat mit ihren Verordnungen und Richtlinien direkten Einfluss auf die Branche der Heizungs-, Lüftungs-, Kälte- und Klimaindustrie (HLKK). Um dabei den EU-Institutionen mit Fachwissen zur Seite zu stehen und die Belange der HLKK-Branche zu vertreten, hat sich im Jahr 2000 die EPEE (The European Partnership for Energy and the Environment) gegründet.
Die EPEE (www.epeeglobal.org) versteht sich als Stimme der Kälte-, Klima- und Wärmepumpenindustrie in Europa. „EPEE ist ein starker, internationaler Verband mit kompetenten Vertretern aus den verschiedensten Bereichen unserer Industrie“,charakterisiert EPEE-Geschäftsführerin Andrea Voigt den europäischen Herstellerverband. Mit seinen 26 Unternehmen und 13 Verbänden besitzt der Verband dabei nationale und internationale Mitglieder, die in Europa einen Umsatz von über 5 Mrd. € erzielen. Da mittlerweile über 90 % der gewerblichen Gesetzgebung, die die HLKK-Branche betrifft, aus der EU kommt, war es für die Branche wichtig, sich mit einer Stimme Gehör zu verschaffen. Dabei möchte der Verband in einen proaktiven Dialog mit den EU-Institutionen treten, um für sichere, umweltverträgliche und wirtschaftlich vertretbare Technologien zu werben.
Zwei Hauptprioritäten | „Wir haben zwei Hauptprioritäten, die uns bei unserer täglichen Arbeit leiten: Die Förderung von Energieeffizienz in der HLKK-Branche und die Wahl effizienter und nachhaltiger Kältemittel. Die Experten in unseren Arbeitsgruppen und ‚Task-Forces’ nehmen sich der für sie relevanten Punkte im Hinblick auf diese Prioritäten an. Zum Beispiel haben wir eine EuP-Arbeitsgruppe, die sich mit der Ökodesign-Richtlinie befasst, eine F-Gas-Arbeitsgruppe für die F-Gas-Verordnung und die kommende Revision, und eine Arbeitsgruppe für Erneuerbare Energien und die entsprechende RES-Richtlinie. Durch diesen Aufbau können wir die einzelnen Gebiete gezielt bearbeiten, aktiv und zeitgerecht Input geben und so für ein besseres Verständnis unserer Branche in der EU sorgen“, so Andrea Voigt. Dass dabei die Arbeit des Verbandes auch von Seiten der EU geschätzt wird, zeigt die Tatsache, dass die EPEE laut eigener Aussage maßgeblich an der Ausarbeitung der F-Gas-Verordnung beteiligt war.
Stimme der Branche | „Da unsere Mitgliedsunternehmen aus den unterschiedlichsten Unternehmen vom Komponentenhersteller bis hin zum OEM kommen, werden EPEE-Beiträge von den EU-Institutionen respektiert und als realistische Einschätzung bzw. Stellungnahme eines Großteils der Branche angesehen“, beschreibt Andrea Voigt ihre Erfahrungen im Umgang mit den EU-Institutionen.
Auch in Zukunft warten interessante Aufgaben auf die EPEE. So wird sich der Verband 2010 z.B. mit der Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EC und der F-Gas-Verordnung 842/2006 bzw. deren geplanter Revision befassen.
Sascha Brakmüller,
KKA-Redaktion,
Gütersloh







