Erste EuroventZertifizierung für CO2

LU-VE ist zum wiederholten Mal Eurovent-Primus

Die Eurovent-Zertifizierung ist ein freiwilliges Zertifizierungssystem für Hersteller im Bereich Klima- und Lüftungstechnik. Bei zertifizierten Produkten haben Planer und Anlagenbauer die geprüfte Sicherheit, dass die Leistungsdaten eines Herstellers, die im Katalog angegeben werden, auch tatsächlich erreicht werden. Dies führt zu mehr Planungssicherheit. Die italienische Firma LU-VE gehört zu den Pionieren der Eurovent-Zertifizierung und hat nun als eines der ersten Unternehmen die Zertifizierung für einen CO2-Wärmeübertrager erhalten.

Ende 2020 gehörte die LU-VE-Gruppe zu den ersten Unternehmen, die die Eurovent-Zertifizierung (Nr. 00.10.214) für CO2-Wärmeübertrager (Thermische Leistung, Schallpegel und Energieverbrauch) erhalten haben; diese werden unter den Marken „LU-VE Ex­changers“ und „AIA LU-VE“ vertrieben.

Im Jahr 2016 war LU-VE der erste Hersteller, dem Eurovent offiziell bescheinigte, dass seine Wärmeübertrager für die Kältetechnik in drei voneinander unabhängigen Test­zyklen (zwischen 2011 und 2015) nie einen negativen Test zu verzeichnen hatten.

2000 war LU-VE das erste Unternehmen in Europa, das die neue „Certify All“-Zertifizierung von Eurovent erhielt – die Zertifizierung gilt für alle Baureihen von Verflüssigern, Rückkühlern und Luftkühlern.

In den vergangenen 20 Jahren haben die Produkte von LU-VE alle Labortests bestanden, die für das Zertifizierungsverfahren erforderlich sind. Das Verfahren sieht eine jährliche Überprüfung einiger Modelle der Baureihen vor, die von Eurovent zufällig ausgewählt und in unabhängigen, international anerkannten Prüflaboren getestet werden.

Seit 2004 an vorderster Front für CO2

Diese zuletzt erfolgreich absolvierte Eurovent-Zertifizierung, die explizit den Luftkühlern mit Kohlendioxid als Kältemittel gewidmet ist, ist der Höhepunkt einer Reise, zu der LU-VE als „Pionierunternehmen“ angetreten ist. Bereits 2004, wieder als erster Wärmeübertrager-Hersteller und damit vor der aktuellen „grünen Welle“, hat LU-VE den ersten CO2-Gaskühler, der Baureihe „SHVDT 696“ – im Auftrag von Linde, einem der größten internationalen Hersteller von Kühlsystemen, für den Schweizer Coop-Supermarkt Tägipark in Wettingen bei Zürich produziert und geliefert.

Das zu dieser Zeit einzigartige Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Linde-Labor in Köln untersucht und entwickelt. Es war damals die größte transkritische CO2-Anlage in Europa und global.

Die Anlage ist immer noch in Betrieb und für Normal- und Tieftemperatur-Kältesysteme (Kühltheken, Tiefkühlschränke und Kühlräume) ausgelegt. Die Verwirklichung des Projekts war das Ergebnis einer komplexen Studie, die in Zusammenarbeit mit der Polytechnischen Universität Mailand entwickelt wurde, und bei der innovative, technische Lösungen für die Kältetechnik umgesetzt wurden. Die Anlage arbeitet unter Betriebsbedingungen, die davor noch nie erreicht wurden:

ein CO2-Kältesystem im transkritischen Bereich;

maximaler Betriebsdruck 120 bar;

maximale CO2-Temperatur 150 °C;

Besprühung der Lamellen mit entmineralisiertem Wasser;

garantierte CO2-Austrittstemperatur unter 30/35 °C (im Sommerbetrieb) und daher ein hoher EER („energy efficiency ratio“) der Gesamtanlage.

Nie zuvor war ein System ähnlicher Größe, Komplexität und Innovation geplant und gebaut worden.

Forschung & Entwicklung und Respekt für die Umwelt

Seit 1986 verfolgt LU-VE eine Firmenphilosophie der avantgardistischen Forschung und Entwicklung sowie des Respekts vor den Grundprinzipien des Umweltschutzes: reduzierter Energieverbrauch, reduzierte Kältemittelfüllmengen, niedrige Schall­emissionen, hohe Zuverlässigkeit über die Betriebsdauer und geringste Abmessungen. Die neue Eurovent-Zertifizierung, die einer ersten kleinen Gruppe von CO2-Wärmeübertragerherstellern erteilt wurde, ist das Ergebnis dieser langjährigen Erfahrung.

Die LU-VE Gruppe gehörte zu den ersten Unternehmen, die sich auf den Ersatz von F-Gasen (fluorierte Treibhausgase) konzentrierten, und war damit vielen Marktbegleitern voraus, die sich heute auch immer mehr mit der Verwendung natürlicher Kälte­mittel (Kohlendioxid, Kohlenwasserstoffe und Ammoniak) beschäftigen, welche die Ozonschicht und den Treibhauseffekt nur geringfügig oder gar nicht beeinflussen.

Verschiebung des CO2-Äquators

Im Fall von CO2 besteht die neue Herausforderung darin, den „CO2-Äquator“ zu verschieben und diese Technologie auch in Ländern effizient zu machen, in denen dies bisher nicht möglich war. Die LU-VE Gruppe ist auch in diesem Fall an vorderster Front dabei. Gemeinsam mit internationalen Forschungseinrichtungen und Technischen Universitäten arbeitet LU-VE mit der UNIDO (Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung) zusammen, um den Einsatz natürlicher Kältemittel zu erhöhen und solche mit Treibhauseffekt zu ersetzen. Zu diesem Zweck wurden in Indien und im Nahen Osten Pilotanlagen gebaut, und zwar in Gebieten, von denen man annahm, dass die klimatischen Bedingungen die Verwendung von CO2 unmöglich oder extrem schwierig gestalten.

Seit 2004 kann die LU-VE Gruppe durch herausfordernde Forschungsprojekte zu neuen Kältemitteln eine Erfolgsbilanz von ersten, sehr erfolgreichen transkritischen CO2-In­stallationen in Europa, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Asien vorweisen. Im Jahr 2020 wurde die erste Anlage mit Nullemission in der Ukraine in einem Silpo-Supermarkt in Kiew installiert, ausgestattet mit Wärmepumpen, Solarenergie und einem hocheffizienten CO2-Kältesystem.

Weitere Information:

www.luvegroup.com

www.luve.it

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