Internationale Geschäftsbeziehungen

Auch in der Kälte- und Klimatechnik werden diese wichtiger

Die Globalisierung der Märkte macht auch vor mittelständischen Unternehmen nicht halt. Gerade Branchen mit hohem Energieverbrauch, wie im Bereich der Kälte- und Klimatechnik, stehen heute im Fokus. Nur Anlagen auf dem aktuellen Stand der Technik, welche sich durch Energieeffizienz auszeichnen, sind in diesen Bereichen zukunftsfähig. Um hier nicht den Anschluss zu verpassen, lohnt es sich auch für kleinere Unternehmen, die Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Ausland zu suchen.

Wer für internationale Geschäfte Kontakte zu Partnern aus dem Ausland sucht, kann sich neue Märkte erschließen, auf denen vielfach deutsche Anbieter beliebt sind. Die hochwertige Ausbildung in Deutschland, die qualitativ erstklassigen Anlagen und die Zuverlässigkeit hiesiger Unternehmer werden weltweit geschätzt. Dadurch ergibt sich ein interessantes Potential. Gleichzeitig ist aber auch die kosteneffiziente Produktion ein Thema, dem sich die auf dem Markt der Kälte- und Klimatechnik agierenden Unternehmen widmen müssen. Die Zusammenarbeit mit Herstellern und Lieferanten aus dem Ausland kann dabei hilfreich sein.


Die AHK: Erste Ansprechpartner für Unternehmen


Wichtige Ansprechpartner für Unternehmen aus dem Bereich der Kälte- und Klimatechnik, welche internationale Geschäftsbeziehungen aufbauen möchten, sind die Auslandshandelskammern (AHK) die an 130 Standorten in 90 Ländern, von Ägypten bis Zentralasien, stehen deutschen Unternehmen hier kompetente Personen mit Rat und Tat zur Seite. Die Erfahrungen und Kontakte der AHK sollten daher grundsätzlich genutzt werden, auch wenn es natürlich weitere Möglichkeiten gibt, geeignete Partnerunternehmen zu finden.


Partner für internationale Geschäftsbeziehungen finden


Neben den bereits angesprochenen AHK, welche oftmals dabei behilflich sein können, Kontakte im Ausland anzubahnen, gibt es noch eine Reihe anderer Möglichkeiten, mit international agierenden Firmen zusammenzukommen oder Kooperationspartner im Ausland zu finden. Geschäfts- und Kooperationspartner etwa, die bereits ausländische Märkte für sich erschlossen haben, können oftmals Empfehlungen für zuverlässige Partner geben. Ebenso ist es aber auch möglich, über Kontakt- und Kooperationsbörsen im Internet wie beispielsweise die internationale Unternehmensdatenbank IndustryStock.com Unternehmen mit Interesse an neuen Geschäftskontakten aufzuspüren.


Fallstricke bei internationalen Geschäftsbeziehungen


Grundsätzlich sollten mittelständische Unternehmen aus dem Bereich der Kälte- und Klimatechnik ihre zukünftigen Partner genau unter die Lupe nehmen. Gerade Unternehmen im Ausland entziehen sich allein durch die Entfernung, mitunter aber auch durch andere politische und wirtschaftliche Gegebenheiten, den Möglichkeiten einer regelmäßigen Kontrolle. Daher sollten Mittelständler schon im Vorfeld ihre Aufmerksamkeit darauf richten, möglichst zuverlässige Partner zu finden.


Andere Länder, andere Sitten: Dieses Sprichwort enthält durchaus einen wahren Kern. Unternehmen, die international agieren und sich einen ausländischen Markt erschließen möchten, sollten sich daher unbedingt mit den Gepflogenheiten eines Landes vertraut machen, bevor sie dort investieren oder Geschäftige tätigen. Das betrifft nicht nur die wirtschaftliche und politische Lage eines Landes, sondern auch die Arbeitsbedingungen vor Ort oder die gängigen Regeln der Vertragsbindung. Aber auch die lokalen Gepflogenheiten können relevant sein. Sonst ist man unbeabsichtigt schnell in ein Fettnäpfchen getreten und der Kontakt ist beendet, bevor er richtig begonnen hat.


Die Zuverlässigkeit eines ausländischen Kooperationspartners ist vorab oft nur schwierig zu bestimmen. Bei Kooperationen über die AHK, professionellen Datenbanken oder bei durch persönliche Empfehlung gefundenen Partnern minimiert sich dieses Risiko allerdings. Bei unbekannten Kontakten sollte kein Geld fließen, solange man nicht von der Leistungsfähigkeit und dem Leistungswillen des Gegenübers überzeugt ist.


Lieferzeiten und -wege sind Themen, mit denen sich bisher nur auf dem deutschen Markt tätige Unternehmen oftmals neu auseinandersetzen müssen. Eine durchdachte Organisation und Planung des Bedarfes ist wichtig, wenn Teile und Produkte einen langen Weg vor sich haben. Das Risiko, dass sich Lieferungen bei langen Vertriebswegen verzögern, muss daher auf jeden Fall mit einkalkuliert werden.


Um bezüglich internationaler Warenverkehr und Vorschriften des Zoll nicht in eine später oft sehr teure Falle zu tappen, sind fachlich geschulte Mitarbeiter unerlässlich. Je nach Umfang des Handels- und Kooperationsvolumens bietet es sich an, einen neuen, kompetenten Mitarbeiter an Bord zu holen oder das vorhandene Personal zu qualifizieren. Dabei sind die örtlichen Industrie- und Handelskammern (DIHK) oft gute Ansprechpartner, da sie vielfach geeignete Fortbildungen mit hohem Praxisbezug anbieten.


Fazit: Neue Märkte im Bereich der Kälte- und Klimatechnik erschließen

Ob im Einkauf oder Vertrieb: Internationale Geschäftsbeziehungen bieten mittelständischen Unternehmen aus dem Bereich der Kälte- und Klimatechnik heute interessante neue Möglichkeiten und Chancen. Bevor aber eine neue Partnerschaft eingegangen wird, lohnt es sich, sich sowohl mit dem neuen Markt als auch mit dem potentiellen Geschäftspartner eingehend zu befassen und notwendige Kompetenzen im eigenen Unternehmen aufzubauen. Dann ist eine internationale Geschäftspartnerschaft oftmals ein Gewinn für Mittelständler im Bereich Kälte- und Klimatechnik.


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