Luftbefeuchtung im Thomann-Callcenter

Optimale Luftfeuchte für gute und gesunde Stimmen

Im Callcenter der Thomann GmbH verbessert eine zusätzliche Luftbefeuchtung das Raumklima für die Mitarbeiter. Weniger Stimmstörungen, geringere Augenbelastungen und eine höhere Zufriedenheit mit der Luftqualität sind die Erfahrungen nach zwei Jahren Praxiseinsatz.

Mit über 10 Mio. Kunden in 120 Ländern und 80.000 Produkten im Sortiment ist die Thomann GmbH einer der weltweit umsatzstärksten Versender von Musikin­strumenten, Licht- und Ton-Equipment. Für den Geschäftsführer Hans Thomann Junior ist trotz aller Veränderungen eine Maxime seines Vaters und Unternehmensgründers Hans Thomann Senior das wichtigste Prinzip des Unternehmens geblieben: „Unsere Kunden bestimmen unser Handeln – wir müssen ihnen zuhören und von ihnen lernen.“ Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Fundament leistet der Kundendialog des hauseigenen Callcenters mit seinen 250 Mitarbeitern: In 19 Sprachen kümmert sich der Thomann-Kundenservice um alle Wünsche rund um Bestellungen, Fachfragen und Service via Telefon, E-Mail oder Chat.

Trockene Luft im Callcenter

Die zunehmende Internationalisierung und das Wachstum im Onlinegeschäft machten es notwendig, die Callcenter-Arbeitsplätze auszubauen. Der Kundenservice arbeitet heute auf einer 1.000 m2 großen Open-Space-Fläche. „Insbesondere in den Wintermonaten gab es häufiger Klagen der Mitarbeiter über gereizte Augen, Stimmbelastungen und trockene Schleimhäute“, erinnert sich Sales Manager Eddie Isaakjan. Messungen der Haustechnik zeigten, dass die relative Luftfeuchtigkeit teilweise unter 30 % lag. Gemeinsam mit den Teamleitern suchte die Haustechnik daraufhin nach Lösungen, das Raumklima besser an die Bedürfnisse und Anforderungen der Mitarbeiter anzupassen. Aufmerksam auf die Möglichkeit einer Direkt-Raumluftbefeuchtung wurde Eddie Isaakjan durch den eigenen Gitarren-Verkaufsraum, der zum Schutz der Instrumente nachträglich mit Hochdruck-Düsenluftbefeuchtern ausgerüstet worden war: „Wir hörten sehr gutes Feedback von unseren Kollegen und waren überzeugt mit einer ähnlichen Lösung unser Raumklima im Kundenservice spürbar verbessern zu können.“

Sichere Luftbefeuchtung

Seit 2017 sind das Thomann-Callcenter sowie das dazugehörige Backoffice und die Buchhaltung mit einer Direkt-Raumluftbefeuchtung ausgestattet. Eingesetzt ist das Luftbefeuchtungssystem „Draabe Nanofog“ des Herstellers Condair Systems (www.condair-systems.de). Das System besteht aus 46 kleinen Düsenbefeuchtern, die direkt in den Open-Space-Büros installiert sind und bei Bedarf einen feinen Sprühnebel abgeben. Geregelt wird die Luftfeuchte über digitale Raumsensoren, die ganzjährig eine konstante relative Luftfeuchte von 40 % sicherstellen. Für Alexander Schell von der Thomann-Bauabteilung war vor allem die garantierte Hygiene und die Wartungsfreundlichkeit bei der Wahl des Luftbefeuchtungssystems ausschlaggebend: „Überzeugt hat mich die integrierte Wasseraufbereitung des „Draabe“-Systems, die garantiert, dass nur gereinigtes und keimfreies Wasser eingesetzt wird. Dazu kommt, dass wir uns als Anwender nicht um die Wartung kümmern müssen.“ Die mehrstufige Wasseraufbereitung ist in transportable Kleincontainer eingebaut, die halbjährlich als Regelservice des Herstellers gegen vollständig gewartete und gereinigte Systeme ausgetauscht werden. Betriebssicherheit und hygienischer Betrieb sind durch Zertifizierungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) testiert und werden regelmäßig auch für installierte Anlagen vor Ort rezertifiziert.

Gesund und wertgeschätzt

Bereits kurz nach Inbetriebnahme der Luftbefeuchtungsanlage zeigte sich eine deutliche Verbesserung in der Wahrnehmung des Raumklimas: „Für die meisten Kollegen fühlt sich die Luft jetzt spürbar frischer an, Fenster werden weniger geöffnet und die Beschwerden über Augen- und Stimmbelastungen sind weg“, fasst Eddie Isaakjan die Erfahrungen zusammen. Dass der Stimmapparat gerade für so sprechintensive Arbeitsplätze im Callcenter sensibel auf trockene Luft reagiert, ist zurückblickend nicht überraschend, bemerkt Isaakjan: „Die Schleimhäute in Hals und Rachen brauchen Feuchtigkeit, damit die Stimme funktioniert und lange kräftig bleibt. Trinken allein reicht nicht.“

„Nicht zu unterschätzen ist zusätzlich die motivierende Wirkung des besseren Raumklimas“, ergänzt Eric Fontana, der als Sales Manager das internationale Callcenter-Team leitet: „Die Kollegen spüren, dass ihr Arbeitgeber etwas aktiv für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit unternimmt und das wird als sehr wertschätzend empfunden.“

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