Mietkälte als „Plan B“

Bei Ausfällen, Wartungen, Reparaturen, Um- und Ausbauten

Wenn die hauseigene Kältetechnik ausfällt, ist der gesamte Produktionsprozess gefährdet. Streikt die Klimaanlage im Serverraum, sind IT-Probleme vorprogrammiert. Unternehmen und Organisationen brauchen deshalb grundsätzlich einen Notfallplan. Ein geeignetes Instrument für den „Plan B“ ist Mietkälte. Mit Kälte und Klima „auf Abruf“ lässt sich akuter Bedarf kurzfristig und mit kalkulierbarem Budget decken. Das gilt auch für planbare Wartungen der Kühltechnik oder Um- und Ausbauten.

Mobile Klimatisierung für drei Serverräume

Ein klassisches Beispiel für den geplanten Einsatz von Mietkälte ist die Neue Hopfenpost in München. In dem repräsentativen Business-Standort erforderte der Umbau von mehreren Serverräumen eine generalstabsmäßige Notfallplanung, um die Funktionsfähigkeit durchgehend zu gewährleisten. Die Betreiber lösten dies mit Mietkälte. Cool­Energy (www.coolenergy.de) übernahm die temporäre Klimatisierung des IT-Bereichs. Marketingleiter Roger Beckmann: „Wir haben die Mietanlage für die Serverraumklimatisierung genau auf die individuellen Kundenerfordernisse abgestimmt. Wichtig dabei ist, im Vorfeld die technischen Spezifikationen exakt zu formulieren.“

 

Installation von Kaltwassersätzen im Außenbereich

Jeder der drei Serverräume entwickelt eine Wärmelast von 75 kW. Im Außenbereich installierte man deshalb zwei hochleistungsfähige luftgekühlte Kaltwassersätze. Diese versorgten neun innen positionierte Lüftungsgeräte. Das Mietkälte-Team verlegte Elektrozuleitungen und Wasserschläuche außer- und innerhalb des Gebäudes und verrohrte die Kaltwassersätze mit externer Pumpe und Lüftungsgeräten. Mit großer Sorgfalt isolierten Techniker die Wasserschläuche. Die Vermeidung von Kondensatbildung ist im extrem feuchtigkeitssensiblen IT-Bereich ein entscheidender Aspekt. Zum Einblasen in den Doppelboden nutzte man spezielle EDV-Lüftungsgeräte.

 

Pharmaproduktion: Mietkälte deckt Spitzenlasten ab

Auch in der Pharmaindustrie ist der Bedarf an Kälte und Klima groß. Mietkälte bietet sich u.a. zur Abdeckung von Spitzenlasten als „Plan B“ an. Salutas Pharma in Gerlingen hatte über den Sommer zusätzlichen Klimabedarf in zwei Lagern mit Pharmaprodukten. Mehr als 20 Wochen lang garantierten gemietete 150-kW-Hochleistungsklimageräte die maximale Lagertemperatur von 25 °C. Man installierte die Klima-Module auf dem Gebäudedach und blies die Kaltluft direkt in das vorhandene Kanalnetz ein.

 

Zusatzklimatisierung für Kühlzelle

Zusatzklimatisierung benötigte die Stada Arzneimittel AG in Florstadt, um die Sicherheit einer 400 m² großen Kühlzelle zu gewährleisten. Hier darf die Temperatur 5 °C nicht überschreiten. Der Hersteller verstärk­te seine vorhandene Anlage mit einem 45-kW-Kaltwassersatz auf Mietbasis. Man kombinierte diesen mit einem speziellen 10-kW-Low-Temp-Lüftungsgerät – ausgestattet mit automatischen Abtauheizungen, die das Vereisen der Kühlregister verhindern.

 

Technik nach Mietphase übernommen

Diese Zusatztechnik orderte Stada zunächst auf Mietbasis, später übernahm der Hersteller die Module komplett. „Wir haben häufiger den Fall, dass Kunden sich nach der Mietphase für den Mietkauf entscheiden, weil die Anlagen sich vor Ort bewährt haben“, so Roger Beckmann. „Eine Mietlösung bietet sich als Notfallplan an, ist aber keine Notlösung. Auch kurzfristig und unter Zeitdruck liefern wir gleichwertigen Ersatz. Also temporäre Systeme, die auf Dauer ausgelegt sind.“

Auf Wunsch überwacht CoolEnergy seine Mietanlagen auch während der kompletten Laufzeit. Diese lückenlose Fernwartung per Telemetrie verschafft dem Anwender uneingeschränkten Freiraum – er gibt die gesamte Verantwortung an den Vermieter ab. Will der Mieter die temporäre Technik selbst in Betrieb nehmen, bekommt er dazu ein detailliertes Installations- und Inbetriebnahmeprotokoll. Über die 24-Stunden-Telefonhotline erreicht er jederzeit Techniker, die bei Bedarf Parameter an der Regelung eines Kälteaggregats ändern oder bei Fehlermeldungen eingreifen.          

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