DEN fordert steuerliche Vorteile bei Gebäudesanierungen

Energieberater unterzeichnen Brief von 40 Verbänden an Ministerpräsidenten

Steuerliche Förderungen bei energetischen Gebäudesanierungen sind ein wichtiges Instrument, um die Sanierungsquoten in Deutschland zu erhöhen. Deshalb tritt der Deutsches Energieberater-Netzwerk e.V. (DEN) zusammen mit 39 weiteren Verbänden in einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten der Bundesländer dafür ein, über den Bundesrat eine entsprechende Initiative zu ergreifen.

Verfasser des Textes sind u.a. die Bundesarchitektenkammer, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der BUND; ebenfalls gehören der Verein Deutscher Ingenieure, die DENEFF und der WWF zu den Unterzeichnern. In dem Schreiben weisen die Verbände darauf hin, dass seit 2011 die Bundesregierung, der Bundestag und der Bundesrat die Einführung einer steuerlichen Fördermöglichkeit für energetische Gebäudemodernisierungen diskutieren, aber seitdem nichts geschehen sei. Das müsse sich schnell ändern. Sie schließen sich damit entsprechenden Forderungen verschiedener Bundesländer an und unterstützen diese.

Dipl.-Ing. (FH) Hermann Dannecker | Quelle: DEN e.V., Kerstin Jana Kater

Dipl.-Ing. (FH) Hermann Dannecker | Quelle: DEN e.V., Kerstin Jana Kater
„Für uns Energieberater im DEN ist dabei wichtig, dass eine Qualitätssicherung am Bau durch Baubegleitung und Nachweisführung gesichert ist. Wir müssen die durch unsere energetischen Maßnahmen erzielte CO2-Minderung nachweisen können und so zur Erreichung der gesetzten Klimaziele beitragen“, sagt Hermann Dannecker, Vorstand DEN e.V. Eine reine Wirtschaftsförderung durch die geforderten steuerlichen Anreize sei seinem Netzwerk zu wenig.

Der Brief wurde am Rande der Wirtschaftsministerkonferenz Ende Juni 2019 in Bremerhaven an den nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart und den stellvertretenden Ministerpräsident Bayerns und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, übergeben, welche die Einführung einer solchen Maßnahme vor wenigen Wochen öffentlich von der Bundesregierung gefordert hatten.

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