MTA: Deutsches Know-how für Photovoltaik-Produktion in Südkorea

Die meisten Prozesse zur Herstellung von Solarzellen arbeiten unter Vakuum; unter anderem das Kristallziehen zur Herstellung von sogenannten Wafern und das Laminieren zum Schutz der fertigen Solarmodule vor Witterungseinflüssen. Neben den Vakuumpumpen erzeugen die Netzgeräte und Kathoden zum Aufdampfen des Siliziums auf den Folienuntergrund der Photovoltaikmodule die größte abzuführende Wärmeenergie. Für die zusätzliche Produktionslinie in Südkorea ist eine Kühlleistung von 5.000 kW erforderlich. Die besondere Herausforderung für MTA bestand in der Entwicklung eines Kühlsystems, welches die Kühlwasser-Rückkühlung mit bauseitigen Kaltwassersätzen und Kühltürmen auf dem jeweils erforderlichen Temperaturniveau jederzeit sicherstellt.

Die Hydraulik-Gruppe ist entsprechend in zwei Kühlkreise unterteilt. Im Netzgeräte-Kreislauf arbeiten drei 22 kW Pumpen mit einer Förderhöhe von jeweils 4,6 bar auf einen 3.000 Liter Speichertank. Ein Plattenwärmetauscher mit 1.000 kW übernimmt die Systemtrennung.

Im Schaltschrank untergebracht, dient als Automatisierungssystem eine Simatic-S7, die speziell für diese Anwendung in drei Sprachen programmiert wurde (u.a. Koreanisch). Die Bedienung der Anlage erfolgt über das in der Schaltschranktür eingebaute Bediendisplay. Das gesamte Anlagenbild wird inklusive aller Temperaturen, Drücke, Betriebs- und Störmeldungen auf dem Display dargestellt. Per Ethernet-Anbindung ist die Überwachung und Steuerung über das Internet möglich.

Die Anlage ist eine kompakte Einheit, aufgebaut auf einem Grundrahmen aus verzinkten Stahlträgern mit eingearbeiteten Staplerschuhen für leichten Transport und Aufstellung. Die komplett montierte Grundeinheit ist ca. 8 Meter lang, 4,8 Meter breit und ca. 5 Meter hoch.