Valerius-Füner-Stiftung und Peter Huber Kältemaschinenbau SE zeichnen drei Nachwuchskräfte aus
21.10.2026Die Valerius-Füner-Stiftung und die Peter Huber Kältemaschinenbau SE (www.huber-online.com) haben am 15. Oktober am Bitzer Messestand auf der Chillventa drei herausragende Nachwuchskräfte der Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik ausgezeichnet. Aaron Fischer und Nikolas Spanuth erhielten den Valerius-Füner-Preis für ihre hervorragenden Leistungen im Bachelorstudium Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Kälte-, Klima- und Umwelttechnik an der Hochschule Karlsruhe (HKA). Der Peter-Huber-Preis ging an Svenja Keppler, die bereits 2024 mit dem Valerius-Füner-Preis ausgezeichnet worden war.
Rainer Große-Kracht, Chief Technology Officer der Bitzer Gruppe (www.bitzer.de), vertrat das Unternehmen bei der Preisverleihung. Prof. Dr.-Ing. Matthäus Wollfarth von der HKA hielt die Laudatio auf Aaron Fischer, sein Hochschulkollege Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Kauffeld würdigte Nikolas Spanuth. Den Peter-Huber-Preis überreichte Dr. Jakob Schaaf von der Peter Huber Kältemaschinenbau SE.
Valerius-Füner-Preis erstmals doppelt vergeben
Der Valerius-Füner-Preis wird von der gleichnamigen Stiftung ausgelobt und seit 1982 jährlich für den besten Bachelorabschluss im Schwerpunkt Kälte-, Klima- und Umwelttechnik an der Hochschule Karlsruhe (HKA) vergeben. Da Aaron Fischer und Nikolas Spanuth in diesem Jahr gleichermaßen überzeugten, wird der Preis erstmals zweimal vergeben. Die gemeinnützige Stiftung „The Schaufler Foundation“ (TSF, www.the-schaufler-foundation.de) unterstützt den Valerius-Füner-Preis seit 2010. Beide Stiftungen verfolgen das Ziel, die Ausbildung junger Menschen zu fördern.
Nikolas Spanuth und Aaron Fischer erhalten den Valerius-Füner-Preis (v.l.): Rainer Große-Kracht, Bitzer, Preisträger Nikolas Spanuth, Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Kauffeld, HKA, Preisträger Aaron Fischer, Prof. Dr.-Ing. Matthäus Wollfarth, HKA.
Bild: Bitzer
Aaron Fischer schloss sein Bachelorstudium an der HKA mit dem Schwerpunkt Kälte-, Klima- und Umwelttechnik 2026 ab. In seiner Bachelorarbeit bei der Peter Huber Kältemaschinenbau SE untersuchte er die Weiterentwicklung einer Kältemaschine für Temperaturniveaus unter -100°C mit natürlichen Kältemitteln. Seit März 2026 führt Fischer sein Maschinenbaustudium im Master an der HKA mit dem Schwerpunkt Energieeffizienz in der Kälte-, Klima- und Umwelttechnik fort und arbeitet als Werkstudent in der Abteilung Kälteentwicklung bei Peter Huber Kältemaschinenbau SE.
Nikolas Spanuth schloss sein Bachelorstudium an der HKA mit dem Schwerpunkt Kälte-, Klima- und Umwelttechnik 2025 ab. In seiner Bachelorarbeit am Test- und Weiterbildungszentrum Wärmepumpen und Kältetechnik (TWK) in Stutensee entwickelte und realisierte er einen Prüfstand zur Untersuchung luftbeaufschlagter Wärmeübertrager mit dem Kältemittel R744 (CO₂). Der Prüfstand ermöglicht praxisnahe Messungen an Gaskühlern und Verdampfern. Seit April 2026 führt Spanuth sein Maschinenbaustudium im Master an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg fort.
Peter-Huber-Preis für frühere Valerius-Füner-Preisträgerin
Svenja Keppler erhält den Peter-Huber-Preis (v.l.): Rainer Große-Kracht, Bitzer, Preisträgerin Svenja Keppler, Dr. Jakob Schaaf, Peter Huber Kältemaschinenbau SE.
Bild: Bitzer
Der Peter-Huber-Preis würdigt herausragende Leistungen im Masterstudium Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Energieeffizienz in der Kälte-, Klima- und Umwelttechnik. Er wird von der Peter Huber Kältemaschinenbau SE seit 2016 im Gedenken an den Firmengründer Peter Huber gestiftet. In diesem Jahr geht der Preis an Svenja Keppler, die bereits 2024 für ihren Bachelorabschluss mit dem Valerius-Füner-Preis ausgezeichnet wurde.
In ihrer Masterarbeit entwickelte Svenja Keppler ein energieeffizientes Wärmepumpensystem zum industriellen Auftauen von Fisch. Das Konzept soll dazu beitragen, den CO₂-Fußabdruck von exportiertem norwegischem Lachs zu reduzieren. Keppler schloss ihr Masterstudium an der HKA ab und ist seit Januar 2026 als Referentin für kältetechnische Weiterbildungskurse am TWK tätig.
Nachwuchsförderung für eine Branche im Wandel
„Gut ausgebildete Nachwuchskräfte sind entscheidend, um die technologischen und ökologischen Herausforderungen unserer Branche zu bewältigen“, sagte Rainer Große-Kracht, Chief Technology Officer der Bitzer Gruppe. „Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, welchen konkreten Beitrag Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik zu mehr Energieeffizienz und zur Dekarbonisierung leisten kann. Ich gratuliere den drei Ausgezeichneten herzlich zu ihren hervorragenden Leistungen.“
Die Valerius-Füner-Stiftung fördert die Ingenieurausbildung und Weiterbildung im Bereich der Kälte- und Klimatechnik einschließlich Wärmepumpen an der HKA. Namensgeber Professor Valerius Füner gilt als Pionier der Kältetechnik. Von 1952 bis zu seiner Emeritierung 1980 hielt er die richtungsweisenden „Karlsruher Kältekurse“.
Die TSF wurde 2005 von Senator h. c. Peter Schaufler, dem langjährigen Inhaber und Geschäftsführer von Bitzer, und seiner Frau Christiane Schaufler-Münch gegründet. Die gemeinnützige Stiftung verbindet Unternehmertum mit Wissenschaft, Forschung und Kunst und fördert wohltätige Zwecke. Sie ist Alleingesellschafterin der Bitzer SE und sichert damit die Unabhängigkeit und Kontinuität sowie die Arbeitsplätze des Unternehmens.
