Verdichter für brennbare Kältemittel
Seit der Einführung der FCKW wurden nichthalogenierte brennbare Kohlenwasserstoffe wie Butan (R600/R600a) oder Propan (R290) nur noch in Anwendungsnischen als Kältemittel eingesetzt. So werden beispielsweise Kühl- und Gefrierschränke mit Füllmengen von 50 bis 150 g in Deutschland mittlerweile fast ausschließlich mit nichthalogenierten Kohlenwasserstoffen betrieben. Größere Kälteanlagen wurden wegen der für diese erforderlichen Explosionsschutzmaßnahmen bislang jedoch nur selten errichtet. Ein Umstand, der bislang unter anderem auch auf der fehlenden Verfügbarkeit von explosionsgeschützten Komponenten beruht. Im Zuge der anhaltenden umweltpolitischen Diskussion um klimafreundliche Kältemittel stoßen diese brennbaren Kältemittel nun jedoch neben CO2 zunehmend auf Interesse. So berichtet der beim Kompressorenhersteller Bock für den stationären Anwendungsbereich zuständige Vertriebsleiter Thomas Hagenlocher „Neben dem klassischen Einsatz in explosionsgefährdeten Umgebungen, wie beispielsweise in Verfahrenstechnischen Anlagen der Chemischen bzw. Petrochemischen Industrie, finden unsere „ATEX“-Verdichter mittlerweile mehr und mehr auch im Betrieb mit brennbaren Kältemitteln Anwendung.“
Die Bock Kältemaschinen GmbH bietet seit 2005 halbhermetische Verdichter in spezieller „ATEX“-Ausführung an, die für den Einsatz in explosionsgefährdeten Umgebungen konzipiert wurden und vom TÜV SÜD entsprechend der „ATEX“-Gerätekategorie 2 zertifiziert sind.





