Klimageräte: Neue Eco-Design-Richtlinie gilt ab Januar 2013

Zum 01. Januar 2013 tritt das LOT 10 der Eco-Design- oder ErP-Richtlinie (Energy related Products) in Kraft und regelt die Einfuhr und den Verkauf von Klimageräten bis 12 kW Kälteleistung in der EU neu. Hierzu informiert jetzt Mitsubishi Electric in einer umfassend angelegten Kampagne. Demnach besteht für Klimageräte bis 12 kW Kühlleistung unterhalb der Mindest-Effizienzklasse D ab 01. Januar 2013 und unterhalb der Effizienzklasse B ab 01. Januar 2014 ein Einfuhrverbot in die Europäische Union. Im Heizbetrieb müssen die betroffenen Klimageräte ab Beginn des kommenden Jahres mindestens die Effizienzklasse A und ab dem 01. Januar 2014 sogar die Bedingungen der Effizienzklasse A+ erfüllen. Ineffiziente Klimageräte, die nicht die Mindestkriterien erfüllen erhalten kein CE-Kennzeichen, besonders effiziente Klimageräte können mit der „Euroblume“ ausgezeichnet werden. Frühestens ab 2014 werden im LOT 12 auch Klimageräte oberhalb von 12 kW Kälteleistung unter die ErP-Richtlinie fallen.

Ab dem 01. Januar 2013 gelten gleichzeitig die neuen Energie-Effizienzklassen A+, A++ und A+++. „Der Unterschied im Energieverbrauch zwischen einem derzeit noch als bestes Klimagerät bewertetem Produkt mit der A-Auszeichnung und der künftigen Besteinstufung A+++ kann enorm sein“, weiß Holger Thiesen, General Manager Mitsubishi Electric, Living Environment Systems. „Bis zu 70 % können der Energieverbrauch und damit auch die Energiekosten für den Nutzer reduziert werden. Viele unserer Klimageräte fallen aufgrund unseres Technologievorsprungs in der Invertertechnik bereits jetzt in diese kommende Besteinstufung. Deswegen freuen wir uns auf die kommende ErP-Richtlinie, weil sie dem Kunden eine deutlich bessere Differenzierung bieten wird.“
Ab dem 01. Januar 2013 werden COP und EER durch den SCOP und den SEER abgelöst. Der COP definierte bislang die Wirtschaftlichkeit in Form des Verhältnisses zwischen eingesetzter und abgegebener Leistung im Heizbetrieb. Der EER bewertete die Effizienz im Kühlbetrieb. Waren diese Werte bislang auf einen einzigen Betriebspunkt ausgelegt sind der SCOP und der SEER (S = seasonal) in mehreren realistischen Messpunkten definiert, die alle in die Einstufung der neuen Energie-Effizienzklassen münden. „Die bisherige COP- und EER-Definition führte dazu, dass Hersteller teilweise ihre Geräte ausschließlich auf einen Betriebspunkt hin optimiert haben, die Gesamtleistung der Produkte die Einstufung der Effizienzklasse aber nicht halten konnte“, so Thiesen weiter. „Deswegen begrüßen wir die neue Klassifizierung des SCOP und SEER. Der Teillastbetrieb, der mehr als 90 % des Betriebs abbildet, wird dadurch deutlich höher gewichtet und der hoch effizienten Invertertechnik einen noch größeren Stellenwert geben.“
Während konventionelle Klimageräte nur zwei Leistungsstufen: „an“ mit 100 % Leistung und „aus“ mit 0 % Leistung kennen erfolgt bei Voll-Inverter-Klimageräten die Leistungsabgabe analog zum Bedarf. Diese gleitende Anpassung verbraucht natürlich deutlich weniger Energie. „Der Anteil an herkömmlichen Ein/Aus Geräten ist bei uns in den vergangenen Jahren bereits merklich gesunken und lag im vergangenen Jahr bei unter 5%. Die ErP Richtlinie wird nun dafür sorgen, dass Anbieter ineffizienter Geräte Ihren Marktzugang verlieren“, so Thiesen weiter.
Alle, die in irgendeiner Form Klimageräte planen, ausführen oder installieren müssen ab Beginn des kommenden Jahres dafür Sorge tragen, dass ausschließlich Produkte eingesetzt werden, die den Richtlinien der ErP entsprechen. Weil es durch die Neudefinition gemäß SCOP und SEER auch bei bereits bekannten Geräten zu einer Neueinstufung der Energie-Effizienzklassen kommen kann, sollte auch hierbei geprüft werden, ob neu installierte Produkte tatsächlich den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.  

 
 

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