„Nicht nur ein Slogan.
Unser Prinzip.“
Neuer Markenauftritt von Reiss und Neuausrichtung des Unternehmens
Unser Prinzip.“
Generationswechsel, Digitalisierung und technischer Wandel sind einige der aktuellen Herausforderungen in der Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik. Das betrifft die Handwerksbetriebe, Systemanbieter und den technischen Großhandel gleichermaßen. Aber welche ersten Lösungsansätze gibt es? In einem Interview mit Michael Millbrodt, Geschäftsführer der Reiss Kälte-Klima GmbH, und Dirk Damm, Inhaber der Werbeagentur Damm & Bierbaum, sprach die KKA über den neuen Reiss Markenauftritt, den sichtbaren und unsichtbaren Wandel, den Umgang mit Marktveränderungen und die Frage, welche Rolle die Kunden dabei spielen.
KKA: Herr Millbrodt, erfindet sich Reiss gerade neu?
Millbrodt: Die Branche bewegt sich: Regularien, die Frage nach den richtigen Kältemitteln, digitale Prozesse. Vieles wird komplexer. Unsere Kunden fordern zurecht Orientierung und Lösungen, die diese Veränderungen berücksichtigen. Genau deshalb machen wir noch sichtbarer, was Reiss ausmacht. Der neue Auftritt ist eher eine Neuausrichtung und keine Neuerfindung. Unser Unternehmen befindet sich im Generationenwechsel – sowohl intern als auch bei unseren Kunden. Da reicht es nicht über Digitalisierung zu sprechen. Man muss Antworten geben können, was mit einer Neuausrichtung anfängt.
KKA: Was beschreibt Ihren neuen Auftritt am besten und was heißt das für Ihre Kunden?
Millbrodt: Wir zeigen deutlicher, wer wir sind: mehr als ein Warenlieferant. Wir verstehen uns als beratenden Lösungspartner. „Grad. Voraus.“ bündelt diese Haltung zu einem Versprechen. Die absolute Klarheit in Beratung, Systemkompetenz, Verfügbarkeit und Nähe. Unsere Teams denken in Anwendungen, nicht in Artikelnummern. Und unsere Kunden bekommen konkrete Unterstützung, von der Auswahl der Komponenten bis zur Hilfestellung bei Inbetriebnahmen.
KKA: Herr Damm, was war Ihnen in der Zusammenarbeit besonders wichtig?
Damm: Es war ja sofort klar: Da ist alles da, und über Jahrzehnte gewachsen. Echtes Know-how, Haltung, technisches Gespür. Nur keiner hat’s gesehen. Wir mussten nix erfinden. Wir mussten nur freilegen, was schon da war und der Marke Reiss eine Form und eine Sprache geben, die nach vorne zeigt. Die Marke und das Unternehmen Reiss sollen Orientierung geben und anschlussfähig sein für alles, was noch kommt.
KKA: Gab es während des Prozesses den einen berüchtigten Aha-Moment?
Millbrodt: Ja, als wir gesehen haben, wie viel von uns in diesem neuen Auftritt steckt, ohne uns zu verbiegen. Das ist kein Bruch. Es ist eher wie: „Jetzt passt das Bild zu dem, was wir schon immer gelebt haben.“ Und dann fügt sich alles Schritt für Schritt. Der Kreis im Logo, das „Grad“-Zeichen – das ist nicht einfach nur ein Stilmittel. Das ist Temperatur, Technik, Angebot und Haltung – verdichtet eben.
Damm: Genau. Denn es darf nicht um Kosmetik gehen, sondern um Substanz. Wie Michael Millbrodt gerade sagte: Die Marke ist ja keine Erfindung, sondern ein Spiegelbild. Wir sprechen über ein familiengeführtes Unternehmen und über einen Generationswechsel. Damit haben wir als Agentur eigene Erfahrungen gemacht und auch andere mittelständische Unternehmen in diesem Prozess begleitet. Da sind viele sensible Anforderungen, intern wie extern, die Beachtung finden und übertragen werden müssen.
KKA: Digitalisierung ist in der Branche ein Thema. Direkt gefragt: Wie weit sind Sie?
Millbrodt: Wir gehen da nach wie vor voll rein, wenn ich das so sagen darf. Das ist nichts, was man von heute auf morgen verändert. Digitalisierung ist wahnsinnig schnelllebig und gleichzeitig müssen wir uns hierbei zukunftsfähig aufstellen. Wir gehen schrittweise vor und orientieren uns an realen Workflows unserer Kunden. Was wir ausrollen, soll im Betrieb sofort helfen und nicht nur gut aussehen. Das heißt, dass eine neue Website nicht nur einen neuen Meilenstein für uns setzen soll, sondern diese auch ihren Zweck erfüllt: Unsere Kunden leiten, unterstützen und mit den besten Lösungen ausstatten.
KKA: Wie sehr verändert sich Reiss durch diesen Weg?
Millbrodt: Was man jetzt schon sehen kann: optisch stark. Inhaltlich bleibt der Kern unseres Unternehmens und soll noch stärker herausgearbeitet werden. Das ist aber auch kein abgeschlossener Prozess. Wir wollen und müssen immer voraus denken, wie wir Beratung, Nähe, Verlässlichkeit für unsere Kunden auch zukünftig erlebbar machen. Parallel geht das alles Hand in Hand damit, dass wir, wie gesagt, auch im Unternehmen einen Wandel vollziehen. Alles, was meine Familie jahrzehntelang aufgebaut hat, möchte ich nun mit Bedacht, Respekt und Mut in die Zukunft weiterführen.
KKA: Wohin soll dieser Prozess für Sie und Ihre Kunden führen?
Millbrodt: Ziel ist es, mit jeder Maßnahme greifbarer zu machen, wofür wir stehen. Eine Marke, die man sofort erkennt und deren Haltung man spürt. Mit dem Fokus auf dem Nutzen für unsere Kunden. „Grad. Voraus.“ bleibt dabei nicht einfach nur ein Slogan. Es ist unser Prinzip.
KKA: Herzlichen Dank für das Gespräch.
