Stulz

CO2-Emissionen seit 2019 bereits um 31 % pro produziertem Gerät reduziert

Die Stulz GmbH (www.stulz.com) hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Der Hersteller aus Hamburg unterliegt derzeit noch keiner Berichtspflicht, hat sich aber entschlossen, die bereits seit vielen Jahren im Unternehmen gelebte Nachhaltigkeit transparent zu machen und in einem Bericht für das Jahr 2022 zusammenzufassen.


Bild: Stulz

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Vor allem in den Bereichen ressourcenschonende Fertigung sowie Produkt- und Lieferkettennachhaltigkeit konnte Stulz bereits zahlreiche Maßnahmen in seine Prozesse integrieren und umsetzen. So werden am Produktionsstandort Hamburg alle Verbräuche mit der selbst entwickelten Energiemonitoring-Software CyberHub ECO DC überwacht. Die Umstellung auf LED-Beleuchtung, der Einsatz moderner CO2-Wärmepumpen, die Absenkung der Raumtemperatur auf 19 bis 20 Grad Celsius sowie die Wärmerückgewinnung haben zu deutlichen Energieeinsparungen geführt. Ein Aktionsplan soll zudem die Mitarbeitenden für energiesparendes Verhalten sensibilisieren. Dank einer softwaregestützten Einsatzplanung für Servicefahrzeuge konnte auch die Umweltbilanz der Fahrzeugflotte verbessert werden.

Insgesamt lag der Energieverbrauch am Standort Hamburg im Berichtsjahr bei 4.457.147 kWh, wovon 49 % auf Gas, 11 % auf Heizöl und 40 % auf Strom entfielen. Durch die Einführung umfassender Einsparmaßnahmen konnten die Scope-1 und -2 CO2-Emissionen seit 2019 um insgesamt 31 % reduziert werden. Neben dem Energieverbrauch liegt auch der Wasserverbrauch in der Produktion mit 2.800 m³ (weniger als 0,5 m³ pro Produkt) auf einem sehr guten Niveau.

Auch im Bereich kreislaufwirtschaftlicher Prozesse setzt Stulz auf mehr Nachhaltigkeit. Von den 547 Tonnen Abfall, die 2022 am Standort Hamburg angefallen sind, wurden 85 % der Wiederverwertung zugeführt. Dabei konnten die Papier- und Kartonagenabfälle im Vergleich zum Vorjahr um 25 % reduziert werden. Weitere Maßnahmen wie der Einsatz eines Holzzerkleinerers und die Verwendung von Mehrwegpaletten und -verpackungen sorgen für einen fachgerechten Umgang mit Abfällen.

Ein entscheidender Schritt im Nachhaltigkeitsmanagement stellt auch die umweltbewusste und zukunftssichere Weiterentwicklung der Stulz-Produkte dar. Hier konnte das Unternehmen mit dem Einsatz von Low-GWP-Kältemitteln punkten: Bereits im Einsatz sind die Kältemittel R1234ze (GWP 1) und R513a (GWP 631), zukünftig soll auch R290 (Propan, GWP 3) Verwendung finden. Für die Wärmepumpen setzt der Geschäftsbereich S-Klima zusätzlich R744 (CO2, GWP 1) ein.

Der Nachhaltigkeitsbericht von Stulz orientiert sich an den 2021 Standards der GRI (Global Reporting Initiative) und umfasst zunächst alle deutschen Standorte der Stulz GmbH sowie des Geschäftsbereichs S-Klima. Künftig sollen auch die internationalen Produktionsstandorte und Vertriebsgesellschaften von Stulz in die Berichterstattung integriert werden.

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