FGK

Gesunde Raumluft schafft Mehrwert

Abbildung 1: Gute Raumluft verbessert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sie trägt auch zur Gesundheit bei.
Bild: FGK, iStock.com/Ridofranz (links), iStock.com/ Wavebreakmedia (rechts)

Abbildung 1: Gute Raumluft verbessert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sie trägt auch zur Gesundheit bei.
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Der Winter ist Erkältungszeit. Das ist nicht nur an den vielen schniefenden Menschen zu erkennen, sondern auch an Diskussionen darüber, wie sich krankheitsbedingte Ausfälle wirksam reduzieren lassen. Gesunde Raumluft trägt dazu bei, das Risiko von Atemwegserkrankungen zu verringern. Zudem wirkt sie sich positiv auf die Leistungsfähigkeit aus. Wer die Investition in eine Raumlufttechnische (RLT-)Anlage scheut, sollte Kosten und Nutzen sorgfältig abwägen. Um den wirtschaftlichen Mehrwert gesunder Raumluft greifbar zu machen, stellt der Fachverband Gebäude-Klima e. V. (FGK, www.fgk.de) auf der Website lebensmittel-luft.info unter „Gute Luft / Berechnungstools“ ein Online-Tool zur Verfügung, mit dem sich Kosten für eine RLT-Anlage und für potenziell vermeidbare Ausfälle durch Krankheit gegenüberstellen lassen. Grundlage der Betrachtung ist eine Schätzung der volkswirtschaftlichen Kosten durch Arbeitsunfähigkeit, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin jährlich veröffentlicht. Eine Analyse dieser Daten im Vergleich zu den Gesamtkosten für eine RLT-Anlage zeigt, dass Investitionen in gute Raumluftqualität auch aus wirtschaftlicher Sicht attraktiv sind.

Abbildung 2: In der beispielhaften Analyse stellt sich die Investition in eine RLT-Anlage nicht nur als Maßnahme für den Arbeits- und Gesundheitsschutz dar, sondern auch als wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung.
Quellen: BAuA und FGK

Abbildung 2: In der beispielhaften Analyse stellt sich die Investition in eine RLT-Anlage nicht nur als Maßnahme für den Arbeits- und Gesundheitsschutz dar, sondern auch als wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung.
Quellen: BAuA und FGK
Die BAuA-Veröffentlichung „Volkswirtschaftliche Kosten durch Arbeitsunfähigkeit 2024“ schätzt für verschiedene Wirtschaftszweige Auswirkungen des Krankenstandes auf die Bruttowertschöpfung, beispielsweise für Finanz- und Versicherungsdienstleister. Für diese Berufsgruppe, die im Wesentlichen an Büroarbeitsplätzen tätig ist, werden 16,5 Krankheitstage pro Jahr angegeben. Laut BAuA entfallen davon 22,8 % auf Atemwegserkrankungen, das entspricht etwa 3,7 Tagen. Pro Tag wurde für den Wirtschaftszweig eine Bruttowertschöpfung von mehr als 380 Euro ermittelt (Abbildung 2). Mehrere Studien kommen zum Ergebnis, dass etwa 20 bis 50 % der Übertragungen von Atemwegserkrankungen durch unzureichende Luftqualität bedingt sind und durch geeignete Lüftungsmaßnahmen vermieden werden könnten. Selbst bei einer vorsichtigen Annahme von 20 % ergibt sich, dass pro Person und Jahr rund 0,75 Krankheitstage vermeidbar sind. Das entspricht einem potenziellen Ausfall an Bruttowertschöpfung von 290 Euro.

Demgegenüber fallen die Kosten für eine moderne, bedarfsgerechte RLT-Anlage geringer aus. Bei einem Betrachtungszeitraum von 25 Jahren belaufen sie sich auf jährlich rund 11 Euro pro m² Grundfläche (Vollkosten ohne Zinsen) unter Berücksichtigung der Kosten für Investition, Energiebedarf und Wartung. Ein Arbeitsplatz beansprucht durchschnittlich eine Fläche von etwa 12 m². Daraus ergeben sich jährliche Kosten für die Raumlufttechnik von weniger als 140 Euro pro Arbeitsplatz. Durch diesen Einsatz für gute Raumluftqualität kann jährlich ein Ausfall von etwa 290 Euro Bruttowertschöpfung vermieden werden. Zieht man davon die jährlichen Kosten pro Arbeitsplatz für die Raumlufttechnik ab, ergibt sich eine rechnerische Steigerung der Bruttowertschöpfung um über 150 Euro. Für den gesamten Wirtschaftszweig der Finanz- und Versicherungsdienstleister summiert sich die geschätzte Bruttowertschöpfung durch vermiedene Fehltage auf rund 150 Millionen Euro im Jahr. Damit stellt sich die Investition in qualitativ hochwertige Raumlufttechnik nicht nur als Maßnahme des Arbeits- und Gesundheitsschutzes dar, sondern zugleich als wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung.

Vorteile Raumlufttechnischer Anlagen:

RLT-Anlagen können Pollen und Feinstaub aus der Zuluft filtern, bevor diese in den Raum eingebracht werden.

Durch ausreichenden Luftwechsel senken sie den Gehalt an luftgetragenen Krankheitserregern, Schadstoffen und CO2 in der Raumluft.

Mit einer Luftbefeuchtung stellen RLT-Anlagen auch im Winter die empfohlene Mindest-Raumluftfeuchte von 40 % sicher und unterstützen so die Schutzfunktion der Schleimhäute gegen Krankheitserreger.

Im Sommer können RLT-Anlagen auch an heißen und schwülen Tagen für angenehmes Raumklima am Arbeitsplatz sorgen.

Bedarfsgeregelte Lüftungssysteme mit Energierückgewinnung verringern den Energiebedarf für das Heizen und Kühlen.

Die Analyse verdeutlicht, dass RLT-Anlagen auch aus ökonomischer Perspektive attraktiv sind. Die Investition in Raumlufttechnik kann als wirtschaftlicher Beitrag zur Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit der Mitarbeitenden betrachtet werden.

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