Keine Förderung mehr für Elektroautos mit PFAS-Chemikalien in der Klimaanlage gefordert
23.06.2026Die Deutsche Umwelthilfe (DUH, www.duh.de) kritisiert das E-Auto-Förderprogramm von Bundesumweltminister Schneider als Gefahr für Umwelt und Gesundheit. Das in Pkw-Klimaanlagen dominierende Kältemittel 1234yf wandele sich bei Leckagen in der Atmosphäre vollständig in die Ewigkeitschemikalie Trifluoressigsäure (TFA) um. Leckagen treten beispielsweise bei Defekten an der Klimaanlage, bei Unfällen und schließlich bei der Verschrottung auf, so die DUH. TFA kann die Fruchtbarkeit verringern und schwere Fehlbildungen bei ungeborenen Kindern hervorrufen. TFA ist unzerstörbar, reichert sich im Wasserkreislauf an und stellt insbesondere für Trinkwasserressourcen eine wachsende Bedrohung dar. Solange der Einsatz der PFAS-Chemikalie 1234yf noch nicht verboten ist, muss das Umweltministerium zumindest darauf verzichten, den Kauf von Autos mit diesem Kältemittel finanziell zu unterstützen.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, fordert Bundesumweltminister Schneider auf, die Förderung für Elektroautos mit PFAS-Chemikalien in der Klimaanlage zu beenden.
Bild: DUH / Steffen Holzmann
Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Bundesumweltminister Schneider fördert nicht nur Plug-in-Hybride, deren klimapolitischer Nutzen gleich Null ist, sondern es werden auch solche Elektroautos gefördert, die mit PFAS-Chemikalien eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit darstellen. Da 1234yf mittlerweile das vorherrschende Kältemittel in Auto-Klimaanlagen ist, kommt in den nächsten Jahren eine dauerhaft steigende und bleibende Belastung durch TFA auf uns zu – gefördert durch Steuergeld. Seit kurzem bestätigt auch der Risikoprüfungsausschuss der EU-Chemikalienagentur, dass TFA fortpflanzungsgefährdend ist. Spätestens jetzt muss Umweltminister Schneider das Ruder herumreißen und die Förderung auf solche Elektroautos beschränken, die klima- und umweltfreundliche Kältemittel wie CO2 verwenden.“
