Mitgliederversammlung des Bundesverbandes für Wohnungslüftung
20.07.2026Der Bundesverband für Wohnungslüftung e. V. (VfW, www.wohnungslueftung-ev.de) hat in seiner jüngsten Mitgliederversammlung nicht nur Vorstandsposten neu besetzt, sondern auch intensiv über die politischen Entwicklungen im Gebäudebereich diskutiert. So kündigte der Verband an, sich weiterhin stark dem Thema hygienischer nutzerunabhängiger Mindestluftwechsel bei der Umsetzung des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) und der europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) zu widmen.
Die Mitgliederversammlung 2026 wurde im Juni hybrid durchgeführt – in Präsenz bei der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main in Darmstadt sowie online. Die Versammlung war sowohl vor Ort als auch per digitaler Teilnahme sehr gut besucht.
VfW-Vorstand und -Geschäftsführung nach Mitgliederversammlung und Vorstandswahl im Juni 2026 (v.l.): Ralf Lottes (Geschäftsführer), Oliver Schmitz (getAir), Christian Bolsmann (getAir, Vorsitzender VfW), Tobias Geibel (Zimmermann / Stiebel Eltron), Dr. Robert Heinze (ehrenamtlicher Technischer Geschäftsführer des VfW), Peter Schwarz (Daikin), Frank Richert (Wattgeht).
Bild: VfW - Bundesverband für Wohnungslüftung e. V., Berlin
Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung war die turnusgemäß alle zwei Jahre anstehende Wahl der vier stellvertretenen Vorsitzenden. Drei davon stellten sich zur Wiederwahl. Jürgen Leppig, Energieberater und ehemaliger Vorstand des GIH Bundesverbands e. V. (Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker) kandidierte nicht mehr. Für seinen Posten trat Frank Richert an, Energieberater und Inhaber der Wattgeht GmbH, Sprockhövel, die auf die Planung und den Einbau von Wärmepumpen spezialisiert ist. Frank Richert verfügt ferner über langjährige Erfahrung in der Lüftungs- und PV-Industrie, u. a. bei der Wolf GmbH, Mainburg.
Alle vier stellvertretenden Vorsitzenden wurden en bloc einstimmig (wieder-) gewählt, so dass sich der fünfköpfige VfW-Vorstand nun wie folgt zusammensetzt:
- Christian Bolsmann, Geschäftsführer der getAir GmbH als Vorsitzender des VfW (in 2024 für drei Jahre gewählt),
- Peter Schwarz, Daikin Airconditioning Germany GmbH, Senior Specialist Residential & Commercial Sales, als Schatzmeister,
- Tobias Geibel, Geschäftsführer der Zimmermann Lüftungs- und Wärmesysteme GmbH & Co. KG und Leiter des Profit Center Lüftung der Stiebel Eltron GmbH & Co KG,
- Frank Richert, Inhaber der Wattgeht GmbH und
- Oliver Schmitz, Inhaber der getAir GmbH.
Vorstand und Mitglieder dankten dem ausgeschiedenen Jürgen Leppig für seine Unterstützung in den vergangenen vier Jahren, insbesondere für seine wertvollen Hinweise aus der Praxis der Energieberatung.
Anschließend berichteten Vorstand und Geschäftsführung über die Aktivitäten des Verbandes seit der letzten Mitgliederversammlung im Juni 2025. Mit der politischen Arbeit für das Thema Lüftung (mit Wärmerückgewinnung) im Zusammenhang mit dem GModG, dem Gebäudetyp E und dem Klimaschutzprogramm zeigten sich die Mitglieder sehr zufrieden. “Der VfW wird als Stimme der Wohnraumlüftungsbranche gegenüber der Politik in Berlin deutlich wahrgenommen“, so eine Stimme aus der Versammlung.
Beim politisch-inhaltlichen Teil der Mitgliederversammlung wurde der Blick in die Praxis geworfen, u. a. mit den Themen
- energetische Simulation von Gebäuden als Vertriebschance für Lüftung (Tariq Kaddoura, Geschäftsführer METABUILD GmbH, Berlin) und
- Betriebsdatenauswertung einer Wohnanlage mit BHKW und Wohnungslüftung (Dr. Ing. Elisabeth Eckstädt, Beratende Ingenieurin und Energieberaterin, Dresden).
Der VfW bedauerte, dass bei der Umsetzung der Europäischen Gebäuderichtlinie EPBD in das deutsche Recht das Thema Innenraumluftqualität bzw. Raumklimaqualität völlig missachtet wird. Diesbezüglich stellte der Vorsitzende Christian Bolsmann fest: „Die Bundesregierung spricht von einer 1:1-Umsetzung der EPBD, beschäftigt sich beim GModG aber nicht mit der Raumklimaqualität, obwohl die EPBD dazu entsprechende Bestimmungen enthält. Das Thema gehört für uns zu einer sachgerechten und EU-rechtskonformen Umsetzung der Richtlinie.“
VfW-Geschäftsführer Ralf Lottes bekräftigte: „Der VfW wird sich weiterhin darum bemühen, der Berliner Politik die Bedeutung des hygienischen nutzerunabhängigen Mindestluftwechsels nahe zu bringen - sowohl für die Gesundheit der Bewohnenden wie auch für die Erhaltung der Bausubstanz.“
