Propan-Wärmepumpen: Warum Sicherheit die Kaufentscheidung leiten sollte
19.10.2026Die Überarbeitung der europäischen F-Gase-Verordnung beschleunigt den Übergang zu Kältemitteln mit geringer Umweltbelastung und fördert die zunehmende Verbreitung von Propan (R290) in HVAC-Anwendungen. Dank seines GWP nahe Null und seiner hohen Energieeffizienz stellt Propan eine der vielversprechendsten Lösungen zur Unterstützung der Dekarbonisierung von Gebäuden dar.
Die Wahl einer Propan-Wärmepumpe darf jedoch nicht ausschließlich auf der Grundlage von Energieeffizienz oder Umweltvorteilen erfolgen. Aufgrund der Brennbarkeit des Kältemittels ist es entscheidend, einen Sicherheitsansatz zu verfolgen, der jede Phase des Lebenszyklus des Geräts berücksichtigt, von der Planung über die Installation bis hin zum Betrieb und zur Wartung. In diesem Zusammenhang ist Sicherheit nicht länger nur eine zusätzliche Anforderung, sondern ein strategischer Faktor, der die Technologieauswahl maßgeblich beeinflussen sollte.
Mehr als nur das Kältemittel: Die Bedeutung einer ganzheitlichen Sicherheitsstrategie
Bei der Bewertung von Wärmepumpen mit brennbaren Kältemitteln ist es wichtig, nicht nur das eingesetzte Kältemittel zu berücksichtigen, sondern auch die Gesamtheit der technischen und konstruktiven Maßnahmen des Herstellers zur Vermeidung und Minimierung potenzieller Risiken. Ein wirksamer Sicherheitsansatz muss integrierte Lösungen umfassen, die das Gerät unter allen Betriebsbedingungen schützen, einschließlich außergewöhnlicher oder unvorhersehbarer Situationen, die während der Lebensdauer der Anlage auftreten können.
Aus diesem Grund wird es immer wichtiger, auf Technologien zu setzen, die nach dem Prinzip „Safety by Design“ entwickelt wurden, bei dem Sicherheit bereits in den frühen Entwicklungsphasen integriert und nicht erst nachträglich hinzugefügt wird.
„Daikin Safety Shield“: Mehrstufige Sicherheit für Propan-Wärmepumpen
Um den spezifischen Sicherheitsanforderungen beim Einsatz von Propan gerecht zu werden, hat Daikin Applied Europe (www.daikinapplied.eu/de/) „Daikin Safety Shield“ entwickelt, ein mehrstufiges Sicherheitskonzept, das darauf ausgelegt ist, jede Phase des Lebenszyklus der Anlage sicher zu gestalten, vom Transport und der Installation bis hin zum Betrieb und zur Wartung. Dieses Sicherheitskonzept betrifft die Planung und Konstruktion der neuen Wärmepumpen „EWYK-QZ“ und „EWYK-CZ“, die in den Werken von Daikin Applied Europe in Italien entwickelt und produziert werden.
Bild: Daikin Applied
Die Sicherheitsstrategie wird auf die gesamte Einheit angewendet, sowohl auf den Schaltschrank als auch auf den Kältekreislauf. Besonders hervorzuheben ist, dass die sicherheitsrelevanten Komponenten der Einheit über eine separate Stromversorgung gespeist werden und daher unter allen Bedingungen funktionsfähig bleiben. Der Schaltschrank ist mit einem oder zwei Ventilatoren (je nach Produktvariante) ausgestattet, die einen Überdruck im Schaltschrank aufrechterhalten und dadurch auch im Falle eines Lecks für Sicherheit sorgen. Zusätzlich ist ein Leckagesensor installiert. Auf der Seite des Kältekreislaufs ist die Konfiguration ähnlich: Im Verdichterraum befindet sich ein Gassensor zur Leckageerkennung sowie ein Abluftventilator, der bei Bedarf automatisch aktiviert wird. Darüber hinaus wird das Kältemittel bis zur Inbetriebnahme in speziellen Behältern gelagert, wodurch Transport-, Handhabungs- und Installationsphasen sicher gestaltet werden können. Schließlich vervollständigt ein zusätzliches Ventil in der Leitung zur Anlage das Sicherheitskonzept, indem es bei Bedarf den Kreislauf absperren kann und so die Ausbreitung von Propan zu den Endgeräten verhindert.
Diese Themen wurden von Daikin Applied Europe anlässlich des 41. Nationalen AiCARR-Kongresses, einer der wichtigsten italienischen Veranstaltungen für Anlageninnovation und Energieeffizienz, näher erläutert.
