Historikertagung 2026 in Zwickau
HKK, DKV-Senioren und VDKF-Ü60-Kreis trafen sich zum Austausch über Geschichte und Zukunft der Kältetechnik
Vom 11. bis 13. Juni 2026 fand in Zwickau die Historikertagung 2026 als Gemeinschaftsveranstaltung des Historische Kälte- und Klimatechnik e. V. (HKK), der DKV-Senioren sowie des Ü-60-Kreises des VDKF statt. Den Auftakt bildete am 11. Juni die Mitgliederversammlung des HKK unter der Leitung des Vorsitzenden Roland Handschuh. Aber auch die Besichtigungen an den Folgetagen boten interessante Highlights.
Mitgliederversammlung
Roland Handschuh eröffnete die Mitgliederversammlung und führte durch das Programm. Beim Totengedenken wurde Erhard Päßler und Dipl.-Ing. Adalbert „Bert“ Stenzel gedacht. Insbesondere die langjährige Arbeit von Bert Stenzel für den HKK, sein Engagement z. B. für die Vereinswebsite, die Dokumentation der Kältetechnikgeschichte, die „Straße der Kälte“ sowie die Organisation zahlreicher Historikertagungen wurden besonders gewürdigt.
Im Bericht des Vorsitzenden blickte Roland Handschuh auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück. Dazu gehörten unter anderem die Teilnahme an der Expo 25 „Der coolste Tag des Jahres“ in Safenwil, Vorstandssitzungen, die Vorbereitung der Historikertagung in Zwickau, Kontakte zu Schweizer Fachleuten im Frigotheum sowie die Beteiligung am Karlsruher Kältesymposium. Außerdem berichtete er über Objektübernahmen für die historische Sammlung, Anfragen zur Kälte- und Klimatechnikgeschichte sowie Maßnahmen in der Öffentlichkeitsarbeit und die Vorbereitungen für die Chillventa.
Anschließend folgte der Bericht der Geschäftsführerin Carmen Stadtländer. Danach stellte Kassenprüfer Edgar Holzhäuser seinen Bericht vor. Die Versammlung entlastete Vorstand und Geschäftsführung einstimmig.
„Straße der Kälte“
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die „Straße der Kälte“. Da Wolfgang Lange krankheitsbedingt nicht an der Tagung teilnehmen konnte, übernahm Roland Handschuh die Berichterstattung. Dabei hob er insbesondere die auf der Website vorgenommene Klassifizierung der Objekte hervor. Es kann nun differenziert werden, ob ein Objekt frei zugänglich ist oder nicht, nur nach Anmeldung oder in einem Museum (Öffnungszeiten) besichtigt werden kann oder ob das Objekt leider gänzlich verlorengegangen ist. Zudem informierte Handschuh über Veränderungen und Anfragen innerhalb der Zuständigkeitsbereiche, darunter die mögliche Aufnahme der Brauerei Schwelm zur „Straße der Kälte“ sowie Hinweise auf weitere historische Objekte.
Fachvorträge
Zum Ende der Mitgliederversammlung hielt zunächst Dr.-Ing. Rainer Jakobs einen Vortrag zum „Wirken von Rudolf Plank“. Dabei gab er eine kurze Zusammenfassung und einen Ausblick auf seinen ausführlicheren Vortrag, den er am 17. Juni anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung des Kältetechnischen Instituts in Karlsruhe am KIT hielt.
Den fachlichen Abschluss der Mitgliederversammlung bildete der Vortrag von Professor Dr. Günter Heinrich zum Thema „Reflexionen zur Zukunft der Kältetechnik“.
Besichtigungen
Von den Besichtigungen an den Folgetagen sind aus kältetechnischer Sicht noch ganz besonders das „Stadt- und Dampfmaschinenmuseum Werdau“ und die „Sammlung Tuchfabrik“ (ebenfalls in Werdau) hervorzuheben. Zu beiden hoch interessanten Stationen der „Straße der Kälte“ gab es in der KKA 6/2025 (www.t1p.de/KKA4-26Dampfmaschine) und KKA 1/2026 (www.t1p.de/KKA4-26Tuchfabrik) einen Vorbericht von Gerhard Gregor mit ausführlichen Informationen zu den Objekten.
Fazit und Ausblick
Die Historikertagung 2026 bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erneut eine Plattform für den Austausch über die Geschichte der Kälte- und Klimatechnik sowie aktuelle Entwicklungen innerhalb der historischen Facharbeit. Die nächste Historikertagung findet vom 10. bis 12. Juni 2027 in Braunschweig/Wolfenbüttel statt.
