Studie

Ausfall von Führungskräften

Die Frage, wer das Unternehmen zukünftig oder auch im Notfall führt, ist besonders für den inhabergeführten Mittelstand essentiell. Trotzdem werden Nachfolgeregelungen häufig nachlässig behandelt, wie eine aktuelle Umfrage der Goss­ler, Gobert & Wolters Gruppe (www.ggw.de) unter 275 Unternehmen belegt:

Demnach besitzen fast die Hälfte der befragten Inhaber, Vorstände, Geschäftsführer und leitenden Angestellten weder Notfallakten noch Vertretungspläne für den Fall der Fälle.

„Viele Unternehmenslenker klammern diesen Part gern aus“, erklärt Hans W. Kahlbrock, beim Industrieversicherungsmakler GGW verantwortlich für Risikomanagement. Dabei gehört der Ausfall einer Führungskraft zu den typischen Risiken von Unternehmen, bei denen eine Vorsorge hilft. „Im Idealfall ist das Thema im Rahmen eines Risikomanagement-Konzeptes erfasst und geregelt, denn versichern lässt es sich nicht“, so Kahlbrock und ergänzt: „Nur etwa 15 % aller Unternehmensrisiken sind versicherbar. Der größere Teil ist es nicht.“

Der Experte empfiehlt Mittelständlern daher ein integriertes Risiko- und Versicherungsmanagement, das zeitnah einen Überblick über alle Risiken verschafft und ein kostenoptimiertes und maßgeschneidertes Versicherungskonzept bietet.

Und was bringt das Ganze finanziell? In den vergangenen Jahren haben sich die Kreditvergabekriterien für Mittelständler weiter erschwert, nachdem bereits Basel II eine restriktive Vergabe vorschreibt. „Banken bewerten risikozertifizierte Unternehmen deutlich besser“, weiß Kahlbrock. Integriertes Risiko- und Versicherungsmanagement führt so zu günstigeren Fremdkapitalkonditionen. Zudem werden die Sicherheitskosten minimiert, da sich der Aufwand für Schadenadministration und Versicherungspolicen reduziert.

Online-Plus

Die Studie „Risikomanagement im Mittelstand“ finden Sie hier als PDF zum Download:

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