Künstliche Intelligenz

Nun ist sie da, die Künstliche Intelligenz, kurz KI. Wir können mit ihr reden, sie gibt auch vernünftig erscheinende Antworten, schreibt Schulaufsätze oder ganze Artikel, malt Bilder und vieles mehr. So eine KI kann sogar lernen, Kälteanlagen energieeffizient zu steuern und vorausschauend auf mögliche technische Probleme hinzuweisen.

Ich will an dieser Stelle nicht darüber philosophieren, ob und in weit das gut oder schlecht ist, wenn uns die KI künftig zunehmend Arbeit abnimmt, und ob uns das langfristig unselbständig macht oder in Zeiten des Fachkräftemangels doch eher helfen kann. Die Diskussionen sind vielschichtig und würden den Rahmen an dieser Stelle bei weitem sprengen. Vielmehr geht es darum ein paar Hinweise zu geben, über die in der Öffentlichkeit noch gar nicht so sehr gesprochen wird.

Es hat mich doch etwas stutzig gemacht, als Mitte letzten Jahres im Handelsblatt zu lesen war, dass sogar ein KI-Entwickler wie Google seine eigenen Mitarbeiter vor den Risiken von Chatbots warnt. Demnach mahne Google seine eigenen Beschäftigen zur Vorsicht beim Umgang mit dem hauseigenen Chatbot „Bard“ oder mit Konkurrenzprodukten wie ChatGPT. Für Anfragen dürften keine vertraulichen Informationen genutzt werden. Google ist damit aber nicht alleine: Auch Samsung, Amazon oder die Deutsche Bank haben dem Bericht zufolge entsprechende interne Vorgaben.

Bei diesen Vorsichtsmaßnahmen geht es darum, dass die KI über die an sie gestellten Anfragen auch etwas über den Fragenden und damit natürlich über dessen Unternehmen lernt. Anderen Berichten zufolge kann eine KI sogar in Online-Meetings Passwörter „hören“.

An dieser Stelle müssen wir jedoch klar zwischen derlei Systemen im Internet und lokalen Anwendungen unterscheiden: In Regelungen und zur Überwachung von Anlagen ist eine lokale KI, die keine Informationen an Dritte weitergeben kann, durchaus sinnvoll und hilfreich. Es ist eben ein Werkzeug und mit Werkzeugen muss man sachgemäß umgehen. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie … Ein Hammer ist sehr nützlich, um Nägel einzuschlagen. Man kann sich aber auch auf den Damen hauen oder gar schlimmeres anstellen. Das ist aber nicht die Schuld des Werkzeugs, sondern dessen, der es einsetzt.

Ihr KKA-Chefredakteur

Matthias Schmitt

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