Mobile Kälte ergänzt stationäre Anlage
Kaltwassersatz und Lüfter erweitern temporär die Kühlkapazität in Produktion und Lager
Sommerzeit in Deutschland: Bereits im Juni 2026 steigen die Temperaturen auf über 35 °C. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach mobilen Mietkältelösungen, die Unternehmen, Einrichtungen und Veranstalter bei der Bewältigung extremer Hitze zu unterstützen. Für die Kühlung von Produktion und Lager wurde von der Confiserie Heilemann in Woringen ein 100 kW starker Kaltwassersatz angemietet, um temporär zusätzliche Kältekapazität in Produktion und Lager zu schaffen.
Jeder Schokoladenliebhaber kennt die Produkte der Confiserie Heilemann. Das Unternehmen wurde 1955 in Memmingen gegründet. Damals wurden die feinen Pralinen noch in Handarbeit gefertigt. Heute erfolgt die Produktion modern und effizient am Standort Woringen (bei Memmingen). Seit 2016 gehört Heilemann zur VIBA sweets Gruppe aus Thüringen, einem Süßwarenhersteller, der insbesondere für seine Nougat- und Marzipanspezialitäten bekannt ist.
Das Sortiment der Confiserie Heilemann umfasst Pralinen, Confiserie-Artikel und Schokoladenspezialitäten – alles Produkte, die hohe sommerliche Temperaturen nur schlecht vertragen. Der Produzent legt großen Wert auf die Einhaltung strengster Qualitäts- und Hygienestandards sowie auf konstante Produktions- und Arbeitsbedingungen, um seinen Kunden jederzeit ein gleichbleibendes Geschmackserlebnis zu bieten. Alle Produkte werden in Higher-Level-Qualität gemäß IFS Zertifikat hergestellt.
Das Unternehmen verfügt sowohl in der Produktion als auch in den Lagerbereichen selbst über ein leistungsstarkes Kälte- und Lüftungssystem. Um die Kältekapazität während der Sommerzeit zusätzlich zu erhöhen, installierte Enerent – Vermietungsspezialist für mobile Energiesysteme – einen mobilen Kaltwassersatz mit 100 kW sowie einen mobilen Lüfter mit einer Kälteleistung von bis zu 150 kW. Die mobile Kältezentrale wurde im Außenbereich aufgestellt und an den im Inneren des Gebäudes befindlichen Lüfter angeschlossen.
Der Kaltwassersatz kühlt das Wasser und transportiert es über flexible Verbindungsleitungen zum mobilen Lüfter. Im Inneren des Lüfters befindet sich ein Wärmeübertrager, durch den das gekühlte Wasser zirkuliert. Die vom Lüfter angesaugte Außenluft strömt am Wärmeübertrager vorbei und wird dabei über dessen kalte Oberfläche abgekühlt. An den mobilen Lüfter wurden mehr als 50 m Luftschlauch angeschlossen, um bei auftretenden Lastspitzen die gekühlte Luft gezielt und flexibel in die gewünschten Bereiche von Produktion oder Lager zu leiten. Über die integrierte Temperatur- und Drehzahlregelung lässt sich die Leistung des Lüftungsgeräts optimal an die jeweiligen Anforderungen anpassen und konstant halten. Die Enerent-Mietkältelösung verblieb bis September bei der Confiserie Heilemann.
Auch für die Enerent-Servicetechniker aus der Region Süd-Ost galten bei der Installation und der Inbetriebnahme der Kältezentrale die hohen Hygienestandards des Unternehmens. Vor dem Betreten der Produktionsbereiche wurden sie daher mit der vorgeschriebenen Schutzausrüstung ausgestattet.
Manuel Lutzenberger, Regionalleiter aus der Enerent Region Süd-Ost fasst den Einsatz wie folgt zusammen: „Gerade bei temperaturempfindlichen Produkten wie Schokolade ist eine zuverlässige Kühlung essenziell. Durch unsere mobile Kältelösung konnten wir kurzfristig zusätzliche Kapazitäten schaffen und so die Kühlung von Produktion und Lager auch bei den gerade sehr hohen Außentemperaturen sicherstellen. Die derzeitige Wetterlage zeigt einmal mehr, wie wichtig flexibel verfügbare Kältelösungen in solchen Situationen sind.“
