Nichtwohnbau bleibt wichtigster Investitionsmarkt
05.11.2026Im Rahmen des TGA-Wirtschaftsforums 2026 in Berlin präsentierte der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V. (BTGA, www.btga.de) die Ergebnisse seines Branchenbarometers Herbst 2026. Die Analyse zeigt: Der Markt befindet sich weiterhin in einer Übergangsphase. Während sich der großvolumige Wohnbau langsam erholt, bieten sich im Nichtwohnbau Chancen in einzelnen Marktsegmenten - insbesondere im öffentlichen Bau. Maßnahmen im Gebäudebestand werden weiterhin konstant nachgefragt.
Pressekonferenz zum BTGA-Branchenbarometer Herbst 2026 in Berlin (v.l.): Franz Rebmann, Referent des BTGA, Marcel Dresse, B + L Marktdaten GmbH, BTGA-Präsident Jan Opländer und Frank Ernst, Hauptgeschäftsführer des BTGA.
Bild: ja / BTGA e.V.
Gemessen an den erstellten Flächen in Quadratmetern dominiert der Nichtwohnbau den deutschen Hochbau deutlich. Die Bauinvestitionen im deutschen Nichtwohnbau (Neubau und Bestand) beliefen sich 2025 auf 78,9 Milliarden Euro. Im großvolumigen Wohnbau lag das Investitionsvolumen dagegen bei 10,8 Milliarden Euro. Für die Jahre 2026 und 2027 werden steigende Investitionen im Wohnbau prognostiziert, während sich die Investitionen im Nichtwohnbau voraussichtlich rückläufig entwickeln werden.
Das Branchenbarometer zeigt zudem, dass rund zwei Drittel der Bauinvestitionen im Jahr 2026 auf den Gebäudebestand entfielen. Hier waren die Investitionen im Nichtwohnbau mehr als sechsmal so hoch wie im großvolumigen Wohnbau. Eine wesentliche Rolle haben dabei die Wartung und Instandhaltung technischer Anlagen gespielt.
Rund 2,2 Millionen Nichtwohngebäude in Deutschland müssen hinsichtlich ihrer Energieeffizienz überprüft und bei Bedarf energetisch ertüchtigt werden, um bis zum Jahr 2045 auch im Nichtwohnbau Klimaneutralität zu erreichen. Diese Gebäude stehen daher besonders im Fokus energetischer Sanierungsmaßnahmen und eröffnen den TGA-Fachbetrieben ein erhebliches Marktpotenzial. Für 2027 wird prognostiziert, dass Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an Bedeutung gewinnen. Im großvolumigen Wohnbau dürfte sich hingegen insbesondere der Neubau positiv entwickeln.
Hintergrund
Der BTGA - Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V. vertritt die industriell ausgerichteten Unternehmen der Gebäudetechnik. Diese repräsentieren die TGA-Branche, die mit einem Jahresumsatz von rund 90 Milliarden Euro ein bedeutender Akteur im Bereich der Nichtwohngebäude und auch der Wohngebäude ist. Die Gebäudetechnik umfasst verschiedene Disziplinen: von der Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Sanitär- und Elektrotechnik bis hin zur Regelungstechnik und Gebäudeautomation. Sie spielt daher eine wichtige Rolle für die deutsche Wirtschaft und den Klimaschutz. Zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Branche lässt der BTGA regelmäßig im Frühjahr und im Herbst ein Branchenbarometer (bisher BTGA-Frühjahrs- und BTGA-Herbstgutachten) durch die B + L Marktdaten GmbH erstellen. Das BTGA-Branchenbarometer Herbst 2026 ist nachfolgend zum Download oder hier verfügbar: www.btga.de > Positionen > Frühjahrs-/Herbstgutachten > BTGA-Branchenbarometer Herbst 2026
