Kühlkonzept für hohe IT-Lasten
18.09.2026Daikin Applied Europe (www.daikinapplied.eu/de/) und die CTS Group (www.CTS-Group.com) haben gemeinsam ein Kühlkonzept für Rechenzentren entwickelt. Nach Angaben der Unternehmen soll es insbesondere auf die hohen und stark schwankenden Wärmelasten von KI-Anwendungen ausgelegt sein.
Bild: Daikin Applied / CTS
Die Gesamtenergieeffizienz einer Anlage, üblicherweise anhand der Kennzahl Power Usage Effectiveness (PUE), spielt dabei eine zentrale Rolle. Der PUE-Wert vergleicht den gesamten Energieverbrauch eines Rechenzentrums mit der Energie, die den IT-Systemen tatsächlich zur Verfügung gestellt wird, wobei die Kühlung einen der größten Anteile am nicht IT-bezogenen Energieverbrauch ausmacht. Prognostiziert werden PUE-Werte von bis zu 1,09 in nordischen Klimazonen und unter 1,20 unter den untersuchten Bedingungen im Nahen Osten. Die Werte sind unter anderem von Klima, Systemkonfiguration, Betriebsbedingungen und dem Anteil der Flüssigkeitskühlung abhängig.
Das patentierte Konzept kombiniert ein optimiertes Anlagenwassersystem mit einer möglichst umfassenden Nutzung der freien Kühlung sowie einer speziell entwickelten Pufferspeicherrohr-Technologie. Damit soll das System schnell auf Laständerungen reagieren und zugleich stabile Wassertemperaturen für Coolant Distribution Units (CDUs) bereitstellen, die flüssigkeitsgekühlte KI-Server versorgen. Werksversuche im Originalmaßstab hätten nach Unternehmensangaben stabile Wassertemperaturen bei repräsentativen KI-Lastprofilen und kurzzeitigen Stromunterbrechungen bestätigt.
Für die Umsetzung sind vorgefertigte und werkseitig getestete Kühlmodule vorgesehen. Sie integrieren unter anderem Kältemaschinen und CDUs sowie weitere Komponenten der Kühltechnik.
