Vorisolierte Rohrleitungen
im Kühlsystem

Konstantes Raumklima für Druckereien

Die Spezialdruckerei D.E.S. – „Die Etiketten-Spezialisten“ in Landau in der Pfalz produziert Etiketten für Weinflaschen, Spirituosen und Kosmetika – jährlich 110 Millionen Stück. Die Offset- und Digitaldruckmaschinen in der 2000 m² großen Produktionshalle benötigen ein möglichst konstantes Raumklima unabhängig von der Jahreszeit. Und diese Umgebungstemperatur darf nur +/- 2,5 K abweichen, um konstant in höchster Qualität zu drucken. Für die Kühlung der Halle setzt die Druckerei auf ein werkseitig vorisoliertes, schnell installierbares und effizientes Kühlsystem.

Die 2014 gegründete D.E.S.-Druckerei investierte und erweiterte nach einem Eigentümerwechsel die Produktionskapazität von einer auf drei Maschinen. Mittlerweile produziert das Unternehmen 24 Stunden am Tag und das, je nach Auslastung, an fünf bis sechs Tagen in der Woche. Eine zuverlässige Klimatisierung der Produktionshallen ist dabei entscheidend für eine hohe Druckqualität, betont Jan Hoffmann, leitender Monteur der Firma Lehnerts & Müller, die mit der Installation beauftragt wurde: „Durch die Abwärme der Druckmaschinen steigt die Temperatur im Gebäude. Hauptsächlich geht es um die Prozess-Kühlung der Druckwalzen. Die Druckmaschinen haben einen internen Kühlkreislauf und durch die Bewegungen der Maschinen und das UV-Licht, das zur Trocknung der Farben benötigt wird, erhitzen sie sich. Daher muss man diese Walzen aktiv kühlen, denn ab einer gewissen Temperatur schalten sich die Maschinen ab.“ Diese Abschaltung ist ein Sicherheitsmechanismus, der für eine möglichst perfekte Druckqualität sorgen soll. Denn werden die Walzen zu warm, wird die Farbe zu flüssig und verläuft auf dem Papier der schnell rotierenden Walzen der Druckmaschinen. Hinzu kommt, dass warme Luft wesentlich mehr Wasser aufnehmen kann und in feuchter, warmer Umgebung das Druckpapier aufquillt und sich verzieht.

Ein Grund mehr für ein sehr gutes Kühlsystem. Die Druckerei entschied sich dabei für die kondensations- und korrosionsfreie Lösung «COOL-FIT» von GF Piping Systems, die im Vergleich zu anderen Rohrleitungssystemen keine Nachisolation durch Monteure erfordert. Da D.E.S. 24 Stunden am Tag arbeitet, war eine möglichst schnelle Installation ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Laut Jan Hoffmann liegt der Vorteil von «COOL-FIT» darin, dass sich selbst in feucht-warmer Luft kein Schwitzwasser an den Leitungen bildet, das auf die Druckmaschinen und Farblager tropfen könnte.

Auf einer 150 m² großen Empore installierte der Heizungs- und Klimabetrieb vier Kühlaggregate, die Wasser per Luftkühlung auf bis zu 5 °C runterkühlen. Über eine Ringleitung an der Decke der Produktionshalle wird das gekühlte Wasser zu zwei Umluftkühlern sowie zu den Maschinen verteilt, die mit Plattenwärmetauschern arbeiten. Diese Lösung erlaubt eine ganzjährige Raumtemperatur von 26 °C mit einer maximalen Abweichung von +/- 2,5 K. Dazu kommt eine maximale Luftfeuchtigkeit von 40 bis 50 %. So kann neben einer hohen Qualität der Druckerzeugnisse auch ein konstant gutes Raumklima für die Belegschaft gewährleistet werden.

Bei der Hauptverteilung handelt es sich um Rohre in Dimension d63/D110 mm in einer Gesamtlänge von rund 250 m. Aus dem Sortiment des Schweizer Anbieters wurden außerdem handbetätigte, vorisolierte «COOL-FIT»-Kugelhähne Typ 546 und Flexschläuche für die Anbindung an die Maschinen genutzt.

Sicher und zuverlässig

Im Vergleich zu Lösungen mit Metallrohren oder anderen Kunststoffrohren, die im Anschluss an die Installation nachträglich isoliert werden müssen, bieten vorisolierte Systeme diverse Vorteile. Da das gesamte System vorisoliert ist, inklusive Rohren, Fittings und Ventilen, entfällt die Isolationsarbeit im Anschluss zur Installation. Der Einbau gestaltet sich dadurch deutlich schneller und insgesamt gesehen auch kostengünstiger. Der robuste PE-Außenmantel um die GFHE-Isolierung macht die Rohre stoß-, reiß- und kratzfest, sorgt für eine einfache Handhabung und verhindert außerdem Sauerstoffdiffusion. Im Vergleich zu nachträglich isolierten Metallsystemen besteht hier kein Risiko von Kondenswasser am Rohrleitungssystem, welches den Druckereibetrieb beeinträchtigen könnte.

Bis zu 30% Energieeinsparung mit ästhetischer Lösung

Durch die effiziente ringsherum abgeschlossene GFHE-Isolierung der Rohre sowie ihren PE-Außenmantel sorgt die Systemlösung für eine sehr gute Gesamtisolierung des Kühlsystems – die Kälte kommt da an, wo sie gebraucht wird: in den Plattenwärmetauschern. Kälte geht auf dem Transportweg des Mediums nicht verloren. In allen aufeinander abgestimmten Elementen ist „COOL-FIT“ zudem absolut sicher vorisoliert. Die glatte Innenoberfläche des PE100-Rohrs sorgt für minimale Druckverluste, während die niedrige Wärmeleitfähigkeit der Isolation Energieverluste minimiert und die Betriebskosten dauerhaft senkt. So kann die Energieeffizienz im Idealfall um rund 30 % höher sein, als die von üblichen Installationen, die der Handwerker erst zeitaufwendig nachisolieren muss.

Neben der Energieeinsparung war für „D.E.S.“ auch die Ästhetik der Installation ein Kriterium – sowohl für die eigene Belegschaft als auch für Kundenbesuche im Unternehmen. Das gewählte Rohrleitungssystem integriert sich optisch gut in die Produktionsräume und kommt dem Wunsch von D.E.S nach einem optisch ansprechenden System nach. Die robuste Schalung der kondensations- und korrosionsfreien Lösung kann bei Bedarf einfach abgewischt werden, so dass die Ästhetik auch dauerhaft gewährleistet werden kann. Die gesamte Installation wird nun mindestens 25 Jahre ihren Zweck sicher erfüllen, wie die Erfahrung des Herstellers bestätigen kann.

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