Gewerkeübergreifende Planung für vernetzte Gebäude
18.09.2026Mit der zunehmenden Vernetzung technischer Anlagen steigen die Anforderungen an die Planung und Integration der Gebäudetechnik. Wärme- und Kälteversorgung, Lüftung, Wasser, Energie, Beleuchtung und Gebäudeautomation müssen nicht nur einzeln funktionieren, sondern aufeinander abgestimmt werden. In großen Gebäuden können dabei nach Angaben des VDMA 40.000 und mehr Datenpunkte zusammenkommen.
Von der Planung bis zum Betrieb: Softwarelösungen auf der ISH unterstützen dabei, Gebäudedaten zusammenzuführen, technische Systeme zu vernetzen und komplexe Gebäude effizient zu managen.
Bild: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Petra Welzel
Eine wesentliche Rolle spielen die Schnittstellen zwischen den Gewerken. Bereits in frühen Projektphasen muss geklärt werden, welche Systeme miteinander kommunizieren, welche Daten benötigt werden und wie die Komponenten in übergeordnete Steuerungs- und Managementstrukturen eingebunden werden. Erfolgt diese Abstimmung erst während der Inbetriebnahme, können Insellösungen und zusätzliche Arbeiten entstehen.
Neben technischen Protokollen gewinnen strukturierte und herstellerneutrale Datenmodelle an Bedeutung. Verfügbare Betriebsdaten bilden die Grundlage für Energiemanagement, Monitoring und Anlagenoptimierung. Auch Building Information Modeling (BIM) unterstützt die gewerkeübergreifende Planung, indem Informationen zu Räumen, Anlagen und Komponenten in einem digitalen Modell zusammengeführt werden. In Verbindung mit aktuellen Daten aus der Gebäudeautomation können solche Modelle später auch für Facility Management und Betriebsoptimierung genutzt werden.
Eine belastbare Datenbasis schafft zudem Voraussetzungen für Predictive Maintenance und KI-gestützte Anwendungen, etwa zur Erkennung von Abweichungen im Anlagenbetrieb. Themen wie Systemintegration, Interoperabilität, Gebäudeautomation und Energiemanagement sollen auch auf der ISH (www.ish.messefrankfurt.com) vom 15. bis 19. März 2027 in Frankfurt am Main behandelt werden.
