Historische Kältetechnik
Der Historische Kälte- und Klimatechnik e. V. (HKK) präsentiert sich auf der Chillventa gemeinsam mit dem Deutschen Kälte- und Klimatechnischen Verein (DKV) in Halle 9, Stand 319. Anhand mehrerer Exponate erhalten Besucher Einblicke in frühere Anlagenkonzepte und die technische Entwicklung der Kältetechnik.
Ein Schwerpunkt ist ein restauriertes Modell der Ammoniak-Kälteanlage der früheren Langnese-Eiskremfabrik in Heppenheim. Die Anlage veranschaulicht die Größenordnung industrieller Kälteanlagen Anfang der 1960er Jahre. Ihre Gesamtleistung betrug rund 2 × 10⁶ kcal/h (2,236 MW). Die verschiedenen Temperaturzonen reichten von -45 °C für die Tiefgefrierung über -35 °C für die Lagerung bis zu etwa -3 °C für die Produktionskühlung. Im Maschinenraum arbeiteten zehn Rotaco-Verdichter des Typs RL 300, zwei RL 150 sowie weitere RN-20- und RN-9-Aggregate. Zur Anlage gehörten außerdem Rundgefrierapparate, Mittel- und Niederdruckbehälter, ein umfangreiches Rohrleitungsnetz sowie Pumpen, Flüssigkeitsabscheider und Rückkühlwerke.
Weitere historische Exponate stammen aus dem Frigotheum. Gezeigt werden ein Prometheus- und ein Haubold-Aggregat. Das Prometheus-Aggregat ist als vollhermetische Kältemaschine ausgeführt, bei der Verdichter und Elektromotor gemeinsam in einem geschlossenen Gehäuse untergebracht sind. Schwingungsdämpfung, Schalldämpfer sowie ein integriertes Schmier- und Motorschutzsystem gehörten zu den konstruktiven Merkmalen. Die Aggregate wurden für unterschiedliche Temperatur- und Leistungsbereiche entwickelt und waren für die Kältemittel R12 und R22 ausgelegt.
Historische Kälte- und Klimatechnik e. V.
31303 Burgdorf
Tel.: 0170 3003442
stadtlaender@vhkk.org
Chillventa: Halle 9, Stand 319
