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Wärmepumpenanteil blieb 2014 konstant

Der Anteil an Wärmepumpen in neugebauten Wohngebäuden blieb 2014 mit knapp 32 % im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant (Quelle: Statistisches Bundesamt). Damit ist die Wärmepumpe nach wie vor das zweitbeliebteste Heizsystem in Wohngebäuden. Auffällig ist die Absatzverschiebung von Geothermie hin zur sonstigen Umweltwärme (Luft, Grundwasser). 2010 nutzte noch knapp die Hälfte der Wärmepumpen im Neubau Geothermie, 2014 hingegen war die sonstige Umweltwärme fast dreimal so beliebt wie Erdwärme. Die meisten neuen Wohngebäude (51 %) werden jedoch nach wie vor mit Gas beheizt – und das trotz der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes (EEWärmeG).

Ab 1. Januar 2016 ist Bauen ohne Wärmepumpe nur noch mit hohen Mehrkosten möglich. Bauherren, die mit Gas heizen möchten, müssten z.B. zusätzlich eine Solarthermieanlage, eine Wärmerückgewinnungsanlage einbauen sowie in Dämmung investieren, um die Anforderungen erfüllen zu können; die Wärmepumpe erreicht dies auch als alleinstehende Technik.

Zudem erhofft sich die Branche, dass das Marktanreizprogramm (MAP) der Erdwärme im Neubau einen Schub versetzt. Seit April 2015 erhalten Bauherren, deren Erdwärmepumpe eine JAZ von mindestens 4,5 erbringt, Förderzuschüsse von mindestens 4000 €.

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