Ausgabe Großkälte/2014

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Wärme und Kälte koppeln

Bei vielen Prozessen in der Industrie und im Handel entsteht Wärme, die sehr oft ungenutzt bleibt und unter Kosten- und Energieaufwand „entsorgt“...

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Aktuell

Viatherm/Europoles

Geothermie zur industriellen Kühlung

Olaf Mundt, Inhaber und Geschäftsführer der „OM-Klebetechnik GmbH“ im oberpfälzischen Seligenporten, hatte mehr als 30 000 Euro jährliche Kosten für...

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thermea

Wärme und Kälte koppeln mit CO2

Wärmepumpen und Kältemaschinen können auch ohne fluorhaltige Kältemittel effizient arbeiten. Ein Beispiel hierfür ist die Hochtemperaturwärmepumpe...

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Ciat

Kleinteiliges Klimakonzept

Im Kunstmuseum „Louvre-Lens“ wurde ein Klimakonzept mit Zentrallüftungsgeräten, Deckenkassetten und Fancoils sowie Luftheizern und Luftkanalgeräten...

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Technik

Energiemanagement für Großmarkt Kälte-Wärme-Verbundlösung

Die Hafner-Muschler Klima- und Kältetechnik GmbH & Co. (HM) hat eine nachhaltige, umweltfreundliche Kälte-Wärme-Verbundlösung für den neu gebauten C+C-Großmarkt Netzhammer entwickelt. Die Balinger Experten für Großkälte verantworteten das komplette Energiemanagement des Großmarktes, der am 25. März 2014 in Waldshut eröffnet wurde. Um der Nachfrage der Großhandelskunden nach immer mehr Frischeprodukten, internationalen Spezialitäten und Tiefkühlkost nachzukommen, entschlossen sich Georg, Emil und Pius Netzhammer 2009, ein Grundstück im Gewerbepark Hochrhein zu erwerben. Nach über einjähriger Bauzeit präsentiert sich der neue C&C-Großmarkt Netzhammer heute großflächig und modern, ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Gastronomie, Hotellerie und Gewerbekunden. Die Anforderungen des Großmarktes und Rahmenbedingungen Die Besonderheit dieses Projekts, für das der Kältespezialist HM rund vier Monate benötigte, lag in den Anforderungen des Bauherrn und Gebäudenutzers Netzhammer. Beim Bau des neuen Großmarktes blieben die Gebrüder Netzhammer ihrer Unternehmensphilosophie „Aus der Region – für die Region“ treu. So wurde der Neubauauftrag beispielsweise nicht an einen Generalunternehmer, sondern in Form von Einzelgewerken an mehrere regionale mittelständische Unternehmen vergeben. Das Projekt sollte auch aus ökologischer Sicht dem Kriterium der Nachhaltigkeit entsprechen. Daher hat der Auftraggeber auch in eine Solaranlage auf der gesamten Dachfläche des Großmarktes investiert. Über 70 % des produzierten Stromes nutzt der Betreiber selbst für seine Gewerbefläche. Das Energiekonzept sollte die folgenden Anforderungen erfüllen: Zum einen sollte der Großmarkt ohne fossile Rohstoffe auskommen, da eine Kälte-Wärme-Verbundanlage die Abwärme der großen Kühl- und Tiefkühlaggregate nutzt, um damit den kompletten Markt mit einer Verkaufsfläche von 3000 m² beheizen zu können. Diese Verbundlösung sollte ebenso das Wasserleitungsnetz der Geothermie im Gewerbepark (Brunnenwasser) mit einbinden. Und nicht zuletzt sollte eine Kälte-Wärme-Verbundanlage mit der maximal höchsten Prozesssicherheit und ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln arbeiten. Die Lösung: Kälte-Wärmeverbund Die umfassende Kälte-Wärme-Verbundanlage von HM, die zu 100 % mit natürlichen Kältemitteln arbeitet, stellte die Lösung für die ökologischen und ökonomischen Anforderungen dar. Diese integrierte Technologie trägt dazu bei, dass der Betreiber die Betriebskosten einsparen und gleichzeitig die CO2-Emissionen erheblich reduzieren kann. Alle Energieströme im Gebäude fließen über die Kälte-Wärme-Verbundanlage und werden den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend an Schnittstellen dem Gebäude zur Verfügung gestellt. Über den multifunktionalen HM-Kälte-Wärmeverbund vereinen sich die Funktionen der Prozesskälteanlage und Kondensationswärmenutzung in einem energetisch optimal aufeinander abgestimmten System. Dadurch versorgt die thermische Energie die Verbraucher des Marktes – die Kühlräume, Kühlmöbel, die Pluskühl(NK)- und Tiefkühl(TK)-Truhen sowie die Anlieferung im Warenein- und -ausgang. Ausschließlich natürliche Kältemittel kommen dabei zum Einsatz. Die Zukunft: der Einsatz natürlicher Kältemittel im NK- und TK-Bereich Die installierte NK-Verbundanlage von HM arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan). Die NK-Verbundanlage besitzt eine Kälteleistung von 175 kW (siehe Tabelle). Dabei kühlt der NK-Verbund ein Wasser-Glykolgemisch, das wiederum die Kälteversorgung der NK-Kühlstellen sicherstellt. Durch das Prinzip der indirekten Verdampfung sowie der Auswahl modernster Anlagenkomponenten, wie die eines innovativen Verflüssigers, kann die Kältemittelfüllmenge somit auf ein Minimum reduziert werden (90 kg Füllvolumen). Die TK-Verbundanlage arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R744 (Kohlendioxid) und verfügt über eine Kälteleistung von 70 kW (siehe Tabelle). Die Rückkühlung des TK-Verbundes erfolgt über den NK-Verbund nach dem Prinzip der Kaskadenschaltung. Das heißt: Der NK-Verbund gibt Prozesswärme an den TK-Verbund ab, was eine energetisch sinnvolle Lösung darstellt. Zudem sind alle notwendigen Pumpen in redundanter Ausführung ausgeführt, um die Prozesssicherheit zu gewährleisten. HM lieferte die Verbundanlagen mit allen notwendigen Wärmetauschern komplett ab Werk auf einem vorgefertigten Verbundmodul an, um die Vor-Ort-Montage zeitlich gering zu halten. Reicht die zur Verfügung stehende Abwärme zur Deckung des Heizbedarfs des Gebäudes aus dem Kälteprozess nicht aus, gleicht eine integrierte Wärmepumpe (Propan) die fehlende Wärmeenergie aus. Als Energiequelle dient Brunnenwasser. Die Abwärme dient zur Deckung des Gebäudeheizbedarfs sowie zur Trinkwassererwärmung. Nachhaltige Energieeffizienz der Energiezentrale HM bindet die ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln betriebene Energiezentrale in das Wasserleitungsnetz der Geothermie im Gewerbepark Hochrhein mit ein. Diese erfüllt folgende Aufgaben: In den Wintermonaten wird dem Wassernetz Wärme über die Propan-Wärmepumpe entzogen, um das Gebäude des Großmarktes zu beheizen. Doch um eine maximale Wirtschaftlichkeit der Kälteanlage zu erzielen, wird dem Kälteprozess ganzjährig eine Teilwärme entzogen. Dadurch erhöht sich die Effizienz der Kälteanlage. Gleichzeitig führt diese ganzjährige Teilwärmeentnahme zu einem nahezu ausgeglichenen Energiehaushalt der Geothermie, wodurch langfristigen Beeinflussungen der Erdreichtemperaturen entgegengewirkt wird. Ergänzend kommt eine BKT (Beton-Kern-Aktivierung) zum Einsatz, um das Gebäude zu beheizen. Diese wird in der Bodenplatte verlegt. Die Marktfläche mit ca. 3000 m² sowie die Büro- und Sozialräume mit ca. 500 m² Fläche sind mit einer BKT ausgestattet. Der Vorteil: das niedrigere Temperaturniveau gegenüber...

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Produkte

Emerson

Monoschraubenverdichter

Emerson hat sein Produktportfolio um fünf Vilter-Monoschraubenverdichter erweitert. Das Modell „VSS-1301“ mit einem Schraubendurchmesser von 312 mm...

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Boge

Ölfreie Druckluft

Die wassergekühlten Schraubenkompressoren der „SO“-Baureihe der Boge Kompressoren GmbH & Co. KG sorgen aufgrund ihrer Konstruktion und dem Kühlprinzip für eine zuverlässige Versorgung mit ölfreier Druckluft – die in der Pharma-, Lebensmittel-, Getränke- oder Halbleiterindustrie benötigt wird – bei geringeren Energiekosten und geringem Wartungsaufwand. Die überarbeiteten Schraubenverdichter verbrauchen bis zu 8 % weniger Energie bei einer um bis zu 6 % erhöhten Liefermenge. Im Betrieb ist die „SO“-Baureihe zudem um bis zu 3 dB leiser. Die zweistufige Arbeitsweise der Kompressoren mit einer Niederdruck- und einer Hochdruckstufe sorgt für einen niedrigen spezifischen Leistungsbedarf. Die Compound-Beschichtung der Rotoren bietet einen verschleißfesten Korrosionsschutz der Läufer und Gehäuse. Alle Bauteile sind leicht zugänglich und im Kühlluftstrom der Maschine angeordnet. Der Platzbedarf der „SO“-Baureihe ist gering, denn die Seitentüren sind auszuhängen und benötigen daher nur einen geringen Seitenabstand. Für eine optimale Anpassung an den jeweiligen Druckluftbedarf sind alle Modelle in der Leistungsklasse von 45 bis 90 kW auch mit einer Frequenzregelung erhältlich. Der Vorteil:...

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ista

Wärme und Kälte erfassen

Mit dem „sensonic II Hybrid“ bietet ista einen Hybridzähler für die Wärme- und Kälteerfassung an. Die für beide Verbrauchswerte eichrechtlich...

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gwk

Glykolfrei

Zur Kühlung von schwer temperierbaren Werkzeug-Segmenten bietet gwk das Kaltwassertemperiergerät „teco cw“ an, das glykolfrei im Temperaturbereich...

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Dr. O. Hartmann

Prozesswassersysteme überwachen

Das „W|C|SWaterCareSystem“ ermöglicht die Fernüberwachung komplexer Wasser führender Systeme. Es werden Wasserqualität, Wasseraufbereitungs- und...

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Systemair

Luftgekühlte Kaltwassersätze

Systemair hat eine neue Generation luftgekühlter Kaltwassersätze zur Außenaufstellung im Programm:  „SyScroll 140-360 Air EVO“. Die Geräte sind für...

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ebm-papst

Reduzierte Einbaumaße

Die „RadiFit“-Baureihe von ebm-papst hat Radialventilatoren mit rückwärts gekrümmten Schaufeln – die aus korrosionsbeständigem Aluminium gefertigt und...

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Trox

Schnell geprüft

Mit dem Ventilatorsystem „X FAN“ kann man in kurzer Zeit Ventilatoren auf Verschleiß und Leistung prüfen, die Ergebnisse abspeichern und vergleichen....

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Weiss Klimatechnik

Flexible Rechenzentrumskühlung

Ständig größer werdende Rechenzentren müssen immer energie- und platzsparender gekühlt werden. Mit der „CoolW@ll modular“ hat Weiss ein...

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Air Products

Kühlen mit Flüssigstickstoff

Die Air Products GmbH hat ein Verfahren zur Lebensmittelverarbeitung unter Einsatz von Flüssigstickstoff entwickelt. Mit der sogenannten...

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Airwell

Kaltwassersätze

Airwell bietet ein breites Produktprogramm an Kaltwassersätzen bis 1640 kW an. Für Außen- bzw. Innenaufstellung geeignet sind die luftgekühlten...

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